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Wuppertal: Breitband: Herbringhausen bleibt erstmal „weißer Fleck“

Wuppertal : Breitband: Herbringhausen bleibt erstmal „weißer Fleck“

Weil sich die Bürger dort selbst halfen, wird der Bereich vielleicht nicht in Masterplan integriert.

Herbringhausen. Wenn es in Wuppertal demnächst dazu kommt, dass die letzten weißen Flecken bezüglich der Versorgung mit schnellem Internet im Zuge des Breitbandausbaus verschwinden sollen, dann wird Herbringhausen nicht berücksichtigt werden. Das sagte Alexander Buckardt von der Wirtschaftsförderung den völlig überraschten Bezirksvertretern für Langerfeld /Beyenburg. Der Richtfunk, der in Herbringhausen erstmal Abhilfe schaffen soll, gelte als vollwertige Technik. Somit könnten auch keine Fördermittel für einen zusätzlichen Breitbandausbau dort verwendet werden.

Buckardt: „Das ginge frühestens, wenn Geschwindigkeiten erreicht werden müssen, die nur Glasfaser leisten kann. Vielleicht in fünf bis zehn Jahren.“

Für einen Masterplan zum Breitbandausbau in Wuppertal schießt der Bund 50 000 Euro zu. Im Rahmen einer Ausschreibung wurde im Dezember die Firma Micus Strategieberetung GmbH damit beauftragt. Ende April soll der Plan fertig sein, so Buckardt. Beantragt hat die Stadt weiterhin Landesmittel von 150 000 Euro auf drei Jahre für einen Breitbandkoordinator mit einer 33-Stunden-Stelle. Wenn die bewilligt werden, könnte der Koordinator ab April schon Arbeiten im Vorfeld übernehmen. Der Rat entscheidet über den Masterplan am 10. Juli. Mit ersten Arbeiten zum Ausbau, meint Buckardt, könnte noch Ende 2017 begonnen werden.

Von Andreas Bialas, Vorsitzender der SPD-Fraktion, nach einer Zeitschiene für den Ausbau befragt, sagte Buckardt: „Das kann man erst anhand eines fertigen Plans sagen.“ Und auf Basis des Masterplans kann sich die Stadt um weitere Fördermittel bemühen.

Zu Herbringhausen sagte Ute Elisabeth Eichler-Tausch (Grüne): „Das kann doch nicht sein, dass jemand aktiv wird, sich selber hilft, die Zeit bis zu einer Lösung zu überbrücken, und dann bestraft wird.“ Klaus Frische, Fraktionsvorsitzender der CDU: „Wie soll man das denn den Menschen erklären?“ mj