Beyenburg: Warten auf den Radweg an der L 527

Beyenburg: Warten auf den Radweg an der L 527

Land: Umsetzung derzeit nicht absehbar.

Beyenburg. Wer gerade an den Wochenenden oder an Feiertagen den Hochbetrieb entlang der Beyenburger Straße / Wupperstraße beobachtet, wird mit Blick auf die Naherholungsgebiete sofort zustimmen: Entlang der Hauptverkehrsstraße fehlt nach wie vor ein gut ausgebauter Radweg.

Die SPD nahm das zum Anlass, im Verkehrsausschuss dazu eine Große Anfrage an die Verwaltung zu stellen und das Ergebnis auch der Bezirksvertretung (BV) Langerfeld-Beyenburg weiterzuleiten. Die Antworten fallen allerdings ernüchternd aus.

Zuständig für einen straßenbegleitenden Radweg ist an der L 527 der Landesbetrieb Straßen NRW mit seiner Regionalniederlassung Südwestfalen, wie das Verkehrsressort der Stadt berichtet. Hier liege das Projekt derzeit auf Rang 4 der Prioritätenliste für 2012 — im Radwegbauprogramm an Landesstraßen im Regionalverband Ruhr.

„Gleichwohl ist eine Umsetzung derzeit nicht absehbar“, fügt die Stadt nach einer Anfrage beim Landesbetrieb hinzu. Die Verwaltung werde sich „aber mit allen Kräften einsetzen, damit dieses sinnvolle Projekt zeitnah realisiert wird“, heißt es. Und was liegt beim Landesbetrieb im Argen? Das Problem besteht in der Lage des potenziellen Radwegs in der Nähe eines Fauna- und Flora-Habitates (FFH) und der Wupperaue.

Demnach wäre aus Sicht des Landesbetriebs aller Voraussicht nach zunächst eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erforderlich. Ihr würde dann ein Planfeststellungsverfahren folgen, bei dem bis zur Erteilung des Baurechts mehrere Jahre vergehen könnten. Daher könne man derzeit „keine belastbaren Aussagen über einen möglichen Baubeginn“, machen, so der Landesbetrieb in seiner Antwort an die Stadt Wuppertal.

Hinzu komme, dass eine alternative Streckenführung über die stillgelegte Bahntrasse auf der anderen Wupperseite nicht zu realisieren wäre: Das sei das Ergebnis eines Ortstermins vom Frühjahr 2012 — mit dem Tourismusverein Bergisch Land und dem Förderverein Wupperschiene, der dort das Nutzungsrecht hat. Am 20. November wird die Bezirksvertretung den Bericht zum Radweg entgegennehmen.