Bergisches Plateau: Zweiter Bauabschnitt vor dem Start

Bergisches Plateau: Zweiter Bauabschnitt vor dem Start

Ab Oktober werden weitere 22 Häuser gebaut.

Wichlinghausen. In Wuppertal tut sich derzeit viel — manches negativ, vieles positiv: Überall werden ehemalige Bahntrassen in Naherholungswege umgewandelt und neue Siedlungen entstehen. Gerade Stadtteile mit bisher durchwachsenem Ruf erlangen dadurch eine Aufwertung. Ein kleines Eigenheim im Grünen, aber nicht zu weit außerhalb — das liegt im Trend, vor allem bei jungen Leuten. In Wichlinghausen entstanden in den letzten Jahren auf dem ehemaligen Gelände des Güterbahnhofes solche neuen Eigenheime.

Neben Reihenhäusern von der Deutschen Reihenhaus AG baut seit 2012 nun auch die Eckehard Adams Wohnungsbau GmbH auf dem ehemaligen Aurelis-Grundstück am Bergischen Plateau. Im ersten Bauabschnitt wurden 24 Häuser, davon elf freistehende Einfamilienhäuser hochgezogen. Nun sollen noch weitere 22 folgen.

„Uns ist es wichtig, dass hier nach modernen Standards gebaut wird und wir etwas Besonderes hinstellen“, erklärt Wolfgang Morgenroth, Geschäftsführer des Essener Bauunternehmens. Deshalb habe man sich auch für Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften entschieden. Das Interesse ist groß, denn die neue Siedlung liegt direkt an der Nordbahntrasse. Auch energetisch soll die Siedlung etwas bieten: Die Häuser werden mit Erdwärme beheizt, wodurch bis zu 50 Prozent Energie gespart werden. Baubeginn für den zweiten Bauabschnitt ist bereits diesen Oktober — abhängig von den Baugenehmigungen.

Das Gelände kann sich aber jetzt schon sehen lassen: Neben der Trasse liegt ein Spielplatz in unmittelbarer Nachbarschaft, Autoverkehr gibt es durch die Straßenerschließung ohne Durchfahrtsstraßen kaum.

Mit einer Gesamtinvestition von knapp zwölf Millionen Euro — gut fünf Millionen für das erste Bauvorhaben und weitere sechs für das zweite — und einer Fläche von mehr als 6 000 Quadratmetern allein für den zweiten Bauabschnitt handelt es sich nicht um ein kleines Vorhaben. Für Morgenroth jedoch erschloss sich das Potenzial des Geländes: „Als ich das Gelände gesehen habe, konnte ich mir gleich vorstellen, was hier entstehen kann. Man musste Fantasie haben, denn damals lag es brach. Die Sicht und die grüne Lage sind ideal auch für junge Familien.“

Außer dem Essener Unternehmen, so Morgenroth, bauten nur noch zwei weitere Firmen auf dem Gelände — keine davon kommt aus Wuppertal. Vor allem die Lage an der Schwarzbach könnte die Zurückhaltung der Wuppertaler Unternehmen verursacht haben, vermutet Morgenroth.

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