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Auto im Wald: Die Bergung wird teuer

Auto im Wald: Die Bergung wird teuer

Vor knapp zwei Wochen blieb ein Betrunkener mit seinem Citroën auf einem Wanderweg stecken. Wann und wie der Wagen geborgen wird, ist offen.

Laaken. Was die Polizei da am Sonntag, 6. Juli, meldete, war schon kurios genug: Gegen Mittag habe sich ein Betrunkener mit seinem weißen Citroën Berlingo auf einem Wanderweg zwischen Beyenburg und Laaken festgefahren. Jetzt steht fest: Die Bergung des Wagens wird schwierig und teuer.

Damit das Auto nicht einen steilen Hang hinunter in die Wupper fällt, hat ihn die Feuerwehr mit Stahlseilen und Gurten gesichert. So steht der Berlingo immer noch da. „Wanderer kommen nur im Gänsemarsch durch. Für Reiter, Radfahrer oder Eltern mit Kinderwagen geht nichts mehr“, konstatiert der zuständige Revierförster Wolfgang Müller.

Er hat deswegen den Fahrzeughalter angeschrieben. Bislang habe es keine Rückmeldung gegeben. Schon an jenem Sonntag war die Feuerwehr ratlos. Die Frage aller Fragen: Wie soll der Wagen aus dem Wald gebracht werden, ohne dass beispielsweise die Ölwanne abreißt? Etwa mit einem Hubschrauber? Diese Variante fällt wohl aus Kostengründen aus.

Der vielbenutzte Weg, auf dem der Berlingo steht, ist teilweise abgebrochen, müsste wie bei Autorallyes üblich, mit Holzbohlen verstärkt werden. Doch auch das scheint angesichts der Topographie kaum realisierbar. Die üblicherweise von der Polizei beauftragten Abschleppunternehmen haben jedenfalls reihenweise abgewunken. Sich einfach in den Wagen zu setzen, und losfahren, wird allgemein als „unmöglich und lebensgefährlich“ bezeichnet.

Wahrscheinlich bleibt der Bergungsjob an der Feuerwehr hängen. Sprecher Andreas Steinhard sieht das gelassen: „Bislang haben wir keinen Auftrag erhalten.“ Revierförster Müller geht davon aus, dass sich in der kommenden Woche etwas tut: „Der Wagen kann jedenfalls nicht da stehen bleiben.“