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Aus am Wefelpütt: Modellflieger suchen wieder neuen Flugplatz

Aus am Wefelpütt: Modellflieger suchen wieder neuen Flugplatz

Erlaubnis für den Bereich Wefelpütt wurde nicht verlängert. Stadt will jetzt eine Alternative finden.

Herbringhausen. Momentan ist Saisonpause. Der einzige Trost, den die Modellflieger vom FMC Lichtenplatz haben. Denn in die Luft gehen können deren Flugzeuge derzeit ohnehin nicht. Nachdem die Vereinsmitglieder 2012 nicht mehr am Scharpenacken fliegen durften, fand der FMC eine neue Heimat am Wefelpütt. Doch dort, am äußersten Rand Wuppertals, waren die Hobbyflieger auch nicht gern gesehen. Mitglieder des Bürgervereins Herbringhausen liefen Sturm. Die auf ein Jahr befristete Flugerlaubnis lief im Dezember vergangenen Jahres aus und wurde nicht verängert. „Wir stehen wieder bei Null“, zeigt sich Sven Anacker, Vorsitzender des FMC, enttäuscht.

Der Bürgerverein führte als Gründe für die Ablehnung vor allem den erhöhten Publikumsverkehr in Verbindung mit dem Ponyhof, der die Wiese an die Modellflieger verpachtet hat, und Beeinträchtigungen der Vogelwelt an. Die Stadt begründete die Absage an die Modellflieger allerdings mit baurechtlichen Gründen. Um eine Modellfluganlage am Wefelpütt betreiben zu dürfen, sei eine Baugenehmigung erforderlich gewesen. Die gab es aber nicht.

Die „Anlage“ für die etwa 30 Hobbyflieger bestand in der Realität allerdings nur aus einem abgezäunten, nicht befestigten Parkplatz. „Den hatte ich auch aus dem Grund angelegt, damit die Besucher des Ponyhofs nicht mehr auf den Straßen am Wefelpütt parken müssen“, erklärt die Eigentümerin des Hofs.

Es sei nur ein Saisonparkplatz gewesen, aber auch der sei dem Bürgerverein ein Dorn im Auge gewesen. Bereits in den vergangenen Jahren habe es Streitigkeiten mit dem Ponyhof gegeben, die auch vor Gericht verhandelt wurden. „Aber wir haben gewonnen“, so die Pächterin. Die Anlagen des Ponyhofs seien demnach rechtens, das bestätigte auch die Stadt. Diesmal allerdings gibt es keine Genehmigung für den Bau des Parkplatzes. Die Pächterin sieht es locker. „Wir sind nicht auf die Stellplätze angewiesen.“ Allerdings tun ihr die Modellflieger leid.

Das Umweltamt der Stadt sucht jetzt im Dialog mit dem FMC einen neuen Standort für den Verein, möglichst auf Wuppertaler Stadtgebiet. „Vielleicht haben ja auch andere Bürger Ideen für uns“, sagt Sven Anacker. Kontakt zum Verein gibt es unter:

www.fmc-lichtenplatz.de