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Ärger über Windfoche-Sperrung: „Es gab kaum Informationen“

Ärger über Windfoche-Sperrung: „Es gab kaum Informationen“

Sperrung der Straße Windfoche sorgt für viel Ärger.

Beyenburg. Ein Schulbeispiel in Sachen „fehlender Kommunikation“ führte am Dienstagabend dazu, dass die an der bereits begonnenen Sanierung der „Windfoche“ (Landesstraße 411) interessierten Beyenburger Bürger mitsamt Bezirksbürgermeister Eberhard Hasenclever (SPD) frei nach Wolfgang Borchert „draußen vor der Tür“ blieben. Das für die Informationsveranstaltung vorgesehene Gemeindezentrum in der Steinhauser Straße blieb nämlich geschlossen, was die Laune der ohnehin verstimmten Anwesenden nicht gerade anhob.

Eberhard Hasenclever wies zwar darauf hin, dass Maßnahmen wie die von allen Beyenburgern gewünschte und geforderte Sanierung der Verbindungsstraße zwischen Beyenburg und Remscheid rechtzeitig bekanntgegeben werden müssten.

Doch zwischen Theorie und Praxis klaffte ein gewaltiger Unterschied. Selbst die Stadtverordnete Ulrike Fischer hatte von den unmittelbar bevorstehenden Bauarbeiten erst am vergangenen Freitag am WZ-Mobil erfahren, bei dem es um die Nahversorgung in Beyenburg ging. „Das Gesamtkonzept hätte rechzeitig vorgestellt werden müssen, damit sich die Bürgerinnen und Bürger darauf einstellen können“, s+o Ulrike Fischer.

Dorothee Hartmann, die Leiterin der Schule am Siegelberg, fragt sich, wie der Schulbus, der die Kinder in den verschiedenen auf dem Weg nach Remscheid liegenden Dörfer im riesigen Einzugsgebiet „einsammelt“ und zur Schule bringt im Falle einer eventuellen zeitweisen Vollsperrung durchkommen soll. „Da müssen doch rechtzeitig Lösungen erarbeitet werden“, so Dorothee Hartmann und ist sicher: „Der Ärger wird noch größer, wenn jetzt nach und nach die Familien aus dem Urlaub zurück kehren.“

Jochen Wolf, Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Sondern, ist erbost: „Die Informationspolitik ist unterirdisch.“

Das soll am heutigen Donnerstag besser werden, wenn unter anderem Projektleiter Karsten Wieczorek, der Projektleiter von „Straßen NRW“, und sein Bauleiter im Gemeindezentrum Beyenburg in der Steinhauser Straße 10 um 19 Uhr darüber berichten werden, was im Moment und in den kommenden drei Monaten — so lange soll die Sanierung dauern — an der L 411 geschieht beziehungsweise vorgesehen ist. Natürlich werden dort auch Anregungen der Bürger gehört und gegebenenfalls berücksichtigt.