200 Jahre: Ein Straßenfest für die Friedrich-Engels-Allee

200 Jahre: Ein Straßenfest für die Friedrich-Engels-Allee

Im kommenden Jahr wird die Friedrich-Engels-Allee 200 Jahre alt — das soll im September 2012 groß gefeiert werden.

Barmen. Im nächsten Jahr wird die Friedrich-Engels-Allee 200 Jahre alt. Grund genug zum Feiern, dachten sich der Unterbarmer Bürgerverein, die Untere Denkmalbehörde der Stadt, das Historische Zentrum und der Bergische Geschichtsverein und gründeten eine Organisatorengemeinschaft, die das Fest vorbereiten soll.

Gefeiert wird, das steht schon fest, am 8. und 9. September 2012. Der Termin hat den besonderen Reiz, dass er mit dem „Tag des Denkmals“ zusammenfällt. Diese Verknüpfung erscheint durchaus sinnvoll angesichts von immerhin 25 historischen Gebäuden entlang der Straße, die unter Denkmalschutzaspekten besonderes Interesse verdienen. Um die Anwohner an der Friedrich-Engels-Allee möglichst frühzeitig in das Geschehen einzubeziehen, stellten die Organisatoren das Projekt am Dienstag in einer öffentlichen Informationsveranstaltung in der Pauluskirche vor. Geplant ist eine Verknüpfung des Geschichtsfestes am Historischen Zentrum mit einem Anwohner- und Straßenfest, in dessen Rahmen die Besonderheiten der Allee zur Geltung kommen sollen. „Wir sind auf Ihre Mithilfe angewiesen“, sagte Uwe Haltaufderheide von der Unteren Denkmalbehörde an die Anwohner gewandt. Er wünsche sich, dass Eigentümer ihre Häuser vorstellen und das Leben in der Straße präsentieren. In der von Matthias Haschke vom Wuppertal Marketing moderierten Runde meldeten sich dann auch spontan einige Anwohner mit konkreten Ideen. So boten die Freimaurerloge und die Färberei Dahlmanns an, ihre Räume zu öffnen. Heftige Emotionen kochten hoch, als Heinz-Willi Riedesel vom Unterbarmer Bürgerverein mitteilte, dass eine Sperrung der Straße nicht in Frage komme. Bis zu 45.000 Euro müssen für die Umleitung der WSW-Busse bezahlt werden, eine Größenordnung, die die Möglichkeiten des Bürgervereins übersteigt.

Stellvertretend für viele Anwesende bezeichnete es Hauseigentümer Torsten Hartung als „Schande“, wenn die Forderung der WSW eine Sperrung verhindere. „Wir haben hier die schönsten Momente des Feierns bei gesperrter Straße erlebt“, sagte er und erinnerte unter anderem an den „Langen Tisch“. In den kommenden Monaten sollen weitere Ideen gesammelt werden.