2. Juni: Baustart am Beyenburger Stausee

2. Juni: Baustart am Beyenburger Stausee

Zunächst wird die Baustelle eingerichtet und eine Lärmschutzwand in Position gebracht. Die Arbeiten selbst dauern bis Anfang 2011.

Beyenburg. Was lange währt, wird endlich saniert: Auf diese Formel lassen sich die bevorstehenden Arbeiten am Beyenburger Stausee bringen: Sie starten am Dienstag nach Pfingsten, 2. Juni, und sollen Anfang 2011 beendet sein. Damit endet gleichzeitig auch die jahrelange Hängepartie rund um das vier Millionen Euro teure Projekt, das nach Problemen bei der Auftrags-Ausschreibung wiederholt verschoben werden musste (die WZ berichtete).

Los geht es mit der Einrichtung der Baustelle auf der - in Fließrichtung gesehen - rechten Seite des Stausees. "Der Liefer- und Baustellenverkehr wird über die L414 und die Straße Friedfeld geführt", berichtet der Wupperverband. Auf diesem Weg will man den historischen Ortskern nicht mit dem Baustellenverkehr belasten. Hinzu kommt auf der linken Seeseite im Bereich des Stauwärterhauses eine Lärmschutzwand, die 50 Meter lang und 2,50 Meter hoch sein soll, um die Anwohner in der direkten Nachbarschaft abzuschirmen. Dazu gehören außerdem Arbeiten an Kran-Fundamenten sowie das Trockenlegen "einzelner Arbeitsbereiche", wie der Verband meldet.

Wie berichtet, wird der Wasserstand des Stausees im Zuge der Bauarbeiten von Oktober 2009 bis April 2010 um einen Meter gesenkt. "Im Sommer gibt es für die Wassersportler erst einmal keine Einschränkungen dieser Art", erklärt Susanne Fischer vom Wupperverband.

Und auch Spaziergänger müssen sich auf Dauer mit der Baustelle arrangieren: Auf der rechten Seeseite in Fließrichtung werden aus Sicherheitsgründen Teile des Wanderwegs gesperrt. In Zusammenarbeit mit dem Sauerländischen Gebirgsverein wird der Weg aber umgeleitet "und stößt hinter der Wehranlage wieder auf den ufernahen Wanderweg". Darauf sollen Schilder hinweisen.

Sobald die Baustelle eingerichtet ist, müssen die Randmauern der Wehranlage in einem ersten Schritt im Fels verankert werden. Danach wird der Grundablass saniert und das sogenannte Sektorwehr - der bewegliche Wehrverschluss - durch eine hydraulische Wehrklappe ersetzt.

Die Betonsanierung am Wehr gehört zum letzten Bauabschnitt - gefolgt vom Bau eines Fischaufstiegs, der die Anlage für Fische und Kleinlebewesen durchlässig macht.

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