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Bald Kurse und Seminare im Bürgerbüro?

Bald Kurse und Seminare im Bürgerbüro?

Der Heimat- und Bürgerverein möchte die freien Tage des Büros für Bildung nutzen.

Wuppertal. Ab 1. September ist alles anders. Zumindest fast. Die Bürgerbüros in den Stadtteilen dampfen ihren Service ein. Die Stadt setzt damit einen Ratsbeschluss um und will jährlich 300 000 Euro an Personalkosten einsparen. Die Folge: Die Öffnungszeiten werden eingeschränkt.

Eine Entscheidung, die in den betroffenen Bezirksvertretungen auf harsche Kritik stieß. Das Bürgerbüro Ronsdorf etwa wurde erst im Februar 2007 im Neubau des Ronsdorfer Stadthauses an der Marktstraße 21 neu eingerichtet. Ab September wird auch das modern eingerichtete Büro bis auf zwei halbe Tage in der Woche verschlossen sein.

„Wir verlieren eine Menge und wollen dafür einen Ausgleich“, sagt Ronsdorfs Bezirksbürgermeister Lothar Nägelkrämer. Seinen Vorschlag: Da einige Räume im Gebäude zukünftig leer stehen, könnten diese der Umweltbildung in Ronsdorf zur Verfügung gestellt werden. Federführend, so Nägelkrämer, übernimmt der Heimat- und Bürgerverein (HuB), der zum Liefersack auch den ersten Ronsdorfer Umwelttag ausrichtete, die Räume. Diese stehen dann Ronsdorfer Kindergärten, Schule und Vereinen für Aktionen zum Thema Umwelt zur Verfügung.

„Damit nehme ich eine Aussage unseres Kämmerers auf“, so Nägelkrämer. Besagter Kämmerer Johannes Slawig habe in der Bezirksvertretung gesagt, dass eine Kündigung der angemieteten Gebäude nicht geplant sei. Man werde versuchen, die Räume verstärkt Anderen — auch aus dem Stadtbezirk — für Aktivitäten zur Verfügung zu stellen.

„Durch die Büros hätten wir eine Umweltberatung oder Umweltbildung für Ronsdorf, die der Verwaltung keine Kosten verursacht“, sagt Nägelkrämer. Die Idee habe er aus Bayern. „Aber ich wollte hier der erste sein, der einen Vorschlag für die Nutzung macht.“

Allerdings laufe, so Stadtsprecherin Martina Eckermann, ab 1. September erst einmal eine Pilotphase in den Bürgerbüros. „Wir wollen wissen, wie entwickeln sich die Besucherströme bis zum nächsten Frühjahr.“ Deshalb wolle und könne man die Räume nicht schon jetzt jemandem versprechen. Eine Lösung, wie Nägelkrämer sie vorschlage, sei aber durchaus denkbar.