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Stadt Wuppertal warnt vor zu viel Lockerheit: Neuinfektionen steigen

Corona : Stadt Wuppertal warnt vor zu viel Lockerheit: Zahl der Neuinfektionen steigt

Durch den Wegfall einiger Corona-Auflagen gibt es wieder mehr Möglichkeiten. Trotzdem ist am langen Pfingstwochenende Vorsicht angesagt.

Das lange Wochenende und das angekündigte schöne Wetter laden an Pfingsten zu zahlreichen Aktivitäten in und rund um Wuppertal ein. Das Freizeitangebot bietet aufgrund der gelockerten Auflagen immer mehr Abwechslung. Doch auch wenn sich die Lage generell entspanne, mahnt Oberbürgermeister Andreas Mucke zu Vorsicht im gegenseitigen Umgang. Es sei wichtig, dass die noch bestehenden Regeln eingehalten würden. Grundsätzlich seien die Wuppertaler aber sehr diszipliniert. „Dafür gibt es ein dickes Lob“, sagt Stadtsprecherin Ulrike Schmidt-Keßler. „Aber auch ein ebenso dickes ,Weiter so’.“

Auch Gesundheitsdezernent Stefan Kühn rät zu Vorsicht. Die Gefahr durch das Virus sei nach wie vor da. Das zeigten auch die Zahlen der vergangenen Tage. Durchschnittlich um fünf Fälle pro Tag sei die Zahl der Infizierten seit Montag gestiegen, in der Vorwoche lag der Durchschnitt bei einer Neuinfektion pro Tag. Problematisch sei dabei, dass die Neuinfektionen nicht auf Gruppenbildungen zurückzuführen seien, sondern sich über das ganze Stadtgebiet erstreckten. Kühn sieht im Zuge der Lockerungen auch eine gestiegene Lockerheit im Umgang mit den Corona-Regeln. Er sagt: „Auch wenn jetzt mehr möglich ist, muss man nicht unbedingt alles machen, was erlaubt ist.“ Abstand halten sei das neue höflich sein.

Ordnungsdezernent Matthias Nocke glaubt indes an die Disziplin der Wuppertaler: „Uns steht ein wunderschönes Pfingstwochenende bevor, der Zoo und die Ausstellungen sind wieder geöffnet. Ich denke, wir werden ein schönes Wochenende und auch einen schönen Sommer ohne Rückschlag erleben – wenn sich jeder an die Regeln hält. Die wichtigsten sind: Abstand halten, lüften und Händewaschen.“ Hinzu komme das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes im öffentlichen Raum, wie Kühn und Mucke betonen. Diese Regel gilt auch in den Bussen der Wuppertaler Stadtwerke, die am Pfingstsonntag und Pfingstmontag die Freizeitlinie 605 einsetzen. Sie fährt zu drei der schönsten Ausflugsziele im Bergischen Land. Im 30-Minuten-Takt verbinden die Busse den Grünen Zoo Wuppertal, das Arboretum Burgholz und den Brückenpark Müngsten. Die erste Fahrt startet um 10.09 Uhr vom Zoo-Haupteingang. Letzte Rückfahrt vom Brückenpark ist um 19.17 Uhr.

Wer die beiden im März und April geborenen Elefantenbabys Tsavo und Kimana noch nicht gesehen hat, kann ihre tapsigen Schritte im Grünen Zoo beobachten. Für einen Zoobesuch ist es notwendig, Eintrittskarten im Vorverkauf für einen bestimmten Tag zu kaufen. Für Samstagmorgen- und nachmittag gibt es noch Karten, am Pfingstsonntag und -montag ist ein Besuch nur noch nach 14 Uhr möglich (Stand Donnerstag). Die Tickets können online auf wuppertal-live.de oder in einer der Vorverkaufsstellen von wuppertal-live.de gebucht werden.

In den Kinos gilt Maskenpflicht
bis zum Einnehmen des Platzes

Im Arboretum Burgholz laden Wanderwege zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Auf einer Fläche von etwa 200 Hektar stehen mehr als 100 Nadel- und Laubbaumarten aus drei Kontinenten. Damit stellt es den flächenmäßig größten Anbau fremdländischer Baumarten in Deutschland dar. Für Familien ist besonders der kulturhistorische Lehrpfad interessant.

Unterhalb der Müngstener Brücke liegt der Brückenpark. Weite Rasenflächen mit schattenspendenden Bäumen laden zum Picknicken und Spielen ein. Wer die Umgebung erkunden möchte, gelangt mit der Schwebefähre ans andere Ufer. Sie schwebt in geringer Höhe auf zwei Seilen 64 Meter weit über die Wupper. Das Restaurant „Haus Müngsten“ hat geöffnet und die Schwebefähre ist in Betrieb. In beiden Fällen gelten Hygienemaßnahmen zum Schutz vor Corona. Die Fähre darf nur von jeweils zwei Mitfahrern oder Familien genutzt werden. Das Tragen einer Maske ist Pflicht.

Das Von der Heydt-Museum hat mit zwei Ausstellungen geöffnet. Das Museum widmet dem in München und Niederbayern lebenden Künstler Hannsjörg Voth eine umfassende Werkschau. Er ist seit den 70er Jahren für seine Aufsehen erregenden Land-Art-Projekte bekannt. Außerdem sind die Sammlungen der Stadtsparkasse und des Von der Heydt-Museums mit Werken von Künstlern wie Max Bill, Tony Cragg, Christo und Nam June Paik zu sehen. Im Museum ist das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes Pflicht und die Besucherzahl ist begrenzt. „Es ist viel Platz auf den zwei Etagen. Es wird keine Schlangen geben“, sagt Pressesprecherin Marion Meyer. Das Museum hat Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Nach wochenlanger Schließung öffnet am Samstag wieder das Cinemaxx an der Bundesallee in Wuppertal. Im gesamten Kino gilt eine Maskenpflicht für Kinogäste. Sobald im Saal der zugewiesene Sitzplatz eingenommen wurde, darf die Maske abgenommen werden. Die Kinobesucher werden gebeten, Tickets online zu buchen, um den Bezahlvorgang möglichst kontaktlos zu gestalten. In den Sälen wurden die Saalauslastungen beschränkt und Sitzplätze werden fest zugewiesen. Sitze sind als Zweier-Blöcke online buchbar, danebenliegende Sitzplätze bleiben frei.