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Stadt Wuppertal sucht Projekte für Kinder und Jugendliche

5000 Euro Förderung : Stadt Wuppertal sucht Projekte für Kinder und Jugendliche

Um die Folgen der Corona-Pandemie abzumildern, bekommt die Stadt eine Förderung im sechsstelligen Bereich. Sie sucht Projekte, an die sie das Geld weitergeben kann.

„Für Kinder und Jugendliche ist es eine harte Zeit“, sagt Sozialdezernent Stefan Kühn zur Corona-Pandemie und nennt wenig Kontakt zu Freunden, Stress in Familien und Lernrückstände als Herausforderungen. Um dem entgegenzuwirken, bekommt die Stadt 774 000 Euro Förderung für Projekte. Sie sollen dazu beitragen, pandemiebedingte soziale und emotionale Nachteile aufzuholen.

Das Geld wurde vom NRW-Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration bewilligt und stammt aus dem Bundesprogramm „Aufholen nach Corona“. Dazu sagt Kühn: „Als Jugenddezernent freue ich mich sehr über das Programm. Als Gesundheitsdezernent muss ich sagen, dass es nicht ‚Aufholen nach Corona’, sondern ‚Aufholen während Corona’ heißen müsste. Die Pandemie ist noch nicht vorbei.“

Dennoch sollen die Projekte so schnell wie möglich starten, unter Einhaltung der Maßnahmen. Sie sollen Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten eröffnen, die sie sich selbst nicht schaffen können.

Deshalb ruft das Ressort Kinder, Jugend und Familie der Stadt jetzt dazu auf, Projekti-
deen einzureichen: „40 Ideen für Kinder und Jugendliche und mehr“ ist das Motto. Rund 200 000 Euro werden dafür zur Verfügung gestellt. Geplant ist die Förderung von vielen kleinen Projektideen und Maßnahmen bis zu einer Summe von 5000 Euro, unabhängig von der Höhe des Eigenanteils.

Das könnten beispielsweise außerschulische Jugendarbeit mit dem Charakter des gemeinsamen sozialen und kulturellen Erlebens sowie internationale Jugendbegegnungen und Wochenend- und Ferienreisen sein.

„Bei der Förderung von Angeboten wird das Augenmerk besonders auf ältere Kinder und Jugendliche bis 21 Jahren gerichtet sein, die von den Folgen der Pandemieauflagen in besonderer Weise betroffen sind“, sagt Kühn. „Durch die Schließungen und anschließend massiven Auflagen in den Jugendeinrichtungen fehlten beliebte und gewohnte Treffpunkte, so dass sie sich informelle Treffpunkte im Sozialraum gesucht haben. Daher möchten wir vor allem Projekte mit aufsuchendem Charakter besonders fördern.“

Die Bedingungen für Anträge werden in den nächsten Tagen an die anerkannten Träger der Kinder- und Jugendarbeit verschickt.

Weitere 570 000 Euro gibt es für soziale Arbeit an Schulen, Jugendsozialarbeit und zusätzliche Plätze für Freiwillige im Sozialen oder Ökologischen Jahr in der Kinder- und Jugendhilfe oder Schule.

Auch im nächsten Jahr soll es Geld aus dem Programm „Aufholen nach Corona“ geben, dann rund 1,5 Millionen Euro für Wuppertal. pal