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Stadt Wuppertal: Bis 2029 geht die Hälfte der Mitarbeiter

Personalnot : Stadt Wuppertal: Bis 2029 geht die Hälfte der Mitarbeiter

Die Verwaltung hat bereits einen Plan, wie sie gegen die drohende Personalnot vorgehen will.

Der Stadtverwaltung steht ein großer personeller Umbruch bevor: Bis 2029 wird die Hälfte der Mitarbeiter die Verwaltung verlassen haben, vor allem, weil sie in Ruhestand gehen. Um genügend neue Mitarbeiter für die Zukunft zu finden, will die Stadt eine Ausbildungsoffensive starten, die die Stadtspitze jetzt beschlossen hat. Oberbürgermeister Schneidewind betonte, eine solche Offensive sei „essenziell“, um die Qualität der Arbeit zu erhalten.

Stadtdirektor Johannes Slawig machte deutlich: „Das sind pro Jahr über 200 Mitarbeiter, die die Stadtverwaltung verlassen.“ Das sei auch ein großer Verlust an Wissen. Deshalb gehörten Vorschläge zum Wissensmanagement zum Konzept. Aber die Stadt müsse sich auch „sehr anstrengen“, um die frei werdenden Stellen wieder zu besetzen. „Die Zeiten, in denen wir Stellen einsparen, sind vorbei“, erklärte er.

Zur Personalgewinnung sei die Ausbildung das wichtigste Instrument. Denn viele Azubis blieben anschließend bei der Stadt. In den letzten fünf Jahren habe die Stadtverwaltung daher die Anzahl der Ausbildungsplätze von 109 auf 205 nahezu verdoppelt. „Aber das wird nicht reichen“, sagte Slawig. Nötig für den weiteren Ausbau der Ausbildungsplätze seien mehr Mitarbeiter, die sich als Ausbilder zur Verfügung stellen sowie zusätzliche Räume. Die Stadt werbe auch mit der Qualität der Ausbildung, unter anderem mit der Möglichkeit, über das Austauschprogramm Erasmus Praktika in anderen europäischen Städten zu machen.

Michael Telian, Leiter des Haupt- und Personalamts, erklärte, die Stadt werde sich noch deutlicher als moderner Arbeitgeber in den Sozialen Medien präsentieren, darauf hinweisen, dass die Stadt bei der Verbindung von Familienarbeit und Beruf helfe und dass Homeoffice möglich ist. Ein weiterer Pluspunkt sei, dass die Stadt die meisten Auszubildenden übernehme. Alexander Engelhardt, Abteilungsleiter im Bürgerservice, betonte zudem: „Wir suchen nicht nur Abiturienten, sondern auch junge Menschen Hauptschul- oder Realschulabschluss.“ kati