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Stadt will Yale-Allee asphaltieren

Stadt will Yale-Allee asphaltieren

Unternehmer im Mittelstandspark VohRang hatten sich über den schlechten Zustand der Straße beschwert. Jetzt kommt Abhilfe.

Vohwinkel. An der Vohwinkeler Yale-Allee herrscht derzeit reger Betrieb. Als Zufahrt zum westlichen Teil des Mittelstandsparks VohRang ist die Straße eine wichtige Verbindung geworden. Zahlreiche Firmen haben sich hier in den vergangenen Jahren angesiedelt. Außerdem hat die angrenzende Signalwerkstatt Wuppertal im Bereich einen großen Parkplatz für ihre Mitarbeiter gebaut. Doch trotz des zunehmenden Verkehrs befindet sich die Yale-Allee gerade im unübersichtlichen Kurvenbereich weiter in einem denkbar schlechten Zustand. Lediglich eine Fahrspur wurde dort geteert, der Rest besteht aus einer holprigen Schotterpiste. Naturgemäß versuchen Auto- und Lkw-Fahrer in beiden Richtungen auf der asphaltierten Seite zu bleiben. Das kann schnell brenzlig werden — zumal direkt daneben die Verbindung zur Nordbahntrasse liegt. Radfahrer in westlicher Richtung werden über die Yale-Allee zur Vohwinkeler Straße und zum Ludgerweg geleitet.

„Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es hier zu einem schlimmen Unfall kommt“, warnt Heiko Braß. Der Geschäftsführer der Braß Metallbearbeitung GmbH beobachtet täglich die Begegnungen von Radfahrern, Lkw und Autos auf der Yale-Allee. Sein Betrieb befindet sich seit 2014 unmittelbar am Kurvenbereich. „Wir können froh sein, dass bisher noch niemandem etwas passiert ist“, sagt er. Außerdem gebe es bei trockenem Wetter eine erhebliche Staubentwicklung, wenn der Schwerverkehr über den Schotter fahre. „Unsere Reinigungskraft hat schon aufgegeben“, erzählt Heiko Braß. „Die Stadt hat mir beim Kauf des Geländes zugesichert, dass die Straße fertig gebaut wird, wenn mehr als 60 Prozent der VohRang-Flächen vermarktet wurden“, sagt der Geschäftsführer. Das sei schon lange der Fall und für die Baumaßnahme werde es daher höchste Zeit.

Das findet auch Gregor Schaffert, der an der Yale-Allee eine Autoreparaturwerkstatt betreibt. „Wir sind bereits vier Jahre hier, und es tut sich nichts“, kritisiert der Kfz-Meister. Für seine Kunden sei der schlechte Zustand der Straße ebenfalls ärgerlich. Jetzt hat sich auch die Vohwinkeler Politik in das Thema eingeklinkt. „Obwohl dieser Teil von VohRang bereits vollständig vermarktet ist, befindet sich die Straße Yale-Allee immer noch in einem feldwegähnlichen Bauzustand“, schimpft Andreas Schäfer von der SPD-Fraktion der Bezirksvertretung. Er verweist auf die erheblichen Investitionen der ansässigen Firmen. „Da muss doch auch eine angemessene Anbindung gewährleistet sein.“

Die Stadt kennt das Problem. „In dem Zwiespalt, dass die aufwendige Kanalisation noch nicht so zügig abgeschlossen werden konnte, die neuen Gewerbebetriebe aber schon die Straßenherstellung forderten, ist die Yale-Allee noch nicht ganz fertig“, räumt der Abteilungsleiter für Straßenbau, Stefan Lederer, ein. Die Fahrbahn habe noch den Status einer Baustraße. „Dort, wo es möglich war, wurden schon frühzeitig Gehwege hergestellt“, sagt Lederer. Der Schotterbereich soll jetzt asphaltiert werden. Eine Fertigstellung ist bereits bis Ende der kommenden Woche geplant. Die komplette Sanierung der Straße sei für 2018 vorgesehen. Laut Stadt sollte der Endausbau in der Yale-Allee ursprünglich mit dem geplanten Kreisverkehr im Bereich Vohwinkeler Straße und Haaner Straße realisiert werden. „Da aber in der Vohwinkler Straße für den erforderlichen Kanalumschluss der Straßen Ludgerweg und Neulandweg noch umfangreiche Arbeiten stattfinden müssen, kann die Kreuzung erst im Jahr 2020 umgebaut werden“, erläutert Stefan Lederer. Deshalb sei der Straßenausbau vom Kreisverkehr entkoppelt worden.