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Stadt will Nahversorgungsgebiet in Wuppertal-Barmen stärken

Oberbarmen : Stadt Wuppertal will Nahversorgungsgebiet stärken

Die Bezirksvertretung in Wuppertal-Oberbarmen stimmt für ein Konzept, mit dem die Ansiedlung von neuen Geschäften gesteuert werden soll.

Der Einkaufsbereich Weiherstraße/Am Diek soll als Nahversorgungsgebiet gestärkt werden. Ein Bebauungsplan soll das sichern. Die Bezirksvertretung Oberbarmen stimmte jetzt einstimmig dafür, dass der Rat im Februar den entsprechenden Beschluss fasst.

Die Verwaltung erläuterte in der zugehörigen Vorlage, dass sich der Bereich seit der Aufgabe der einst dort ansässigen Betriebe Carl Paas & Sohn (1992) und Wuppermetall (1996) zu einem zentralen Einzelhandelsstandort im Quartier entwickelt hat – heute gibt es dort drei Lebensmitteldiscounter und einen Vollsortimenter.

Auf der Nordostseite der Straße Am Diek befinden sich dagegen unter anderem Handwerksbetriebe und weitere Fachmärkte, deren Angebot aber nicht zu den „zentrenrelevanten Sortimenten“ gehört wie ein Pflanzenmarkt, ein Tierbedarfsmarkt, ein Kfz-Servicebetrieb und ein Fachmarkt für Pooltechnik.

Aufteilung soll im Bebauungsplan festgesetzt werden

Diese Aufteilung soll im Bebauungsplan festgeschrieben werden. Schon im Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt von 2015 wurden die Flächen der Lebensmittelmärkte zusammen mit dem nördlichen Abschnitt der Straße Schwarzbach und dem südlichen Teil der Wittener Straße – zwischen dichter Wohnbebauung – als Nahversorgungszentrum festgelegt. Inzwischen stünden die vier Lebensmittelmärkte aber unter erheblichem Konkurrenzdruck, so die Verwaltung. Daher versuchten sie, mit Um- oder Neubau ihre Verkaufsfläche zu vergrößern und so attraktiver für die Kunden zu werden. Ein Markt ist bereits vergrößert worden, ein weiterer habe eine Bauvoranfrage für eine solche Vergrößerung gestellt.

Der Bebauungsplan soll die weitere Ansiedlung steuern: Im Bereich der Lebensmittelmärkte sollen hauptsächlich weitere Nahversorger zugelassen werden, die aber nicht zu einer Verdrängung führen. Die Vorlage erwähnt zum Beispiel einen Drogeriemarkt. Geschäfte für Kleidung oder Schuhe sollten dagegen nur in kleinen Größen zugelassen werden.

Auf der Fläche nördlich der Straße am Diek soll dagegen kein Einzelhandel der Nahversorgung zugelassen werden. Dort gebe es einige große Flächen, die für Nahversorger attraktiv seien, doch das eigentliche Nahversorgungsgebiet soll geschützt und auf der nördlichen Fläche der Charakter eines Gewerbegebiets erhalten werden.

Bei der Offenlegung der Pläne hat es laut Stadt keine relevanten Einwände gegeben, auch die Bezirksvertreter stimmten dem Plan zu. Der muss vom Stadtentwicklungsausschuss und Hauptausschuss abgesegnet werden, bevor der Rat ihn am 17. Februar beschließt.