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Stadt verbaut in den Sommerferien sieben Millionen in Schulen

Stadt verbaut in den Sommerferien sieben Millionen in Schulen

Die Hälfte des Geldes geht in die Großprojekte. Brandschutz ist wichtiger Anlass für Arbeiten.

Wuppertal. Ferienzeit - Bauzeit. In den Sommerferien wird das Gebäudemanagement (GMW) wieder in Schulen zahlreiche Sanierungen, Neubauten, Brandschutzmaß´nahmen und weitere Baumaßnahmen vornehmen. Etwa 6,5 bis 7 Millionen Euro werden verbaut.

An 27 Schulen — rund einem Viertel aller Wuppertaler Schulen — werden ab nächster Woche die Arbeiter ein- und ausgehen. Dazu gehören auch die Schulen, in denen während des ganzen Schuljahrs gebaut wurde — die Gesamtschule Katernberg, das Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium, das Berufskolleg Haspel, die Grundschule Kratzkopfstraße und die Erich-Fried-Gesamtschule. Diese fünf Großprojekte haben ein Gesamtvolumen von über 65 Millionen Euro, in den Sommerferien werden allein hier 3,6 Millionen verbaut.

Die größten Herausforderungen? Das kann Thomas Lehn, der beim Gebäudemanagement für Schulen zuständig ist, sofort beantworten: die Gesamtschule Katernberg und das Berufskolleg Haspel. In beiden Schulen müssen Arbeiten bis zum Ferienende abgeschlossen sein. „Da haben wir keine Alternative“, sagt Lehn, „da muss am ersten Schultag Unterricht stattfinden.“

Im neuen Trakt der Gesamtschule Katernberg kümmern sich die Arbeiter um Böden, Heizung und Sanitäranlagen und um die Außenanlagen. Rund 1 Million Euro wird hier in den Sommerferien verbaut.

Im Berufskolleg Haspel legen die Arbeiter im komplett entkernten Gebäude am Wupperufer Böden, streichen Wände, brauen Schränke und verlegen Elektronik für Computertechnik. 600 000 Euro kosten hier die Arbeiten in den Ferien. Im Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium „gehen nun die wirklichen Umbauten los“, sagt Lehn. Bisher habe das GMW das Schulgebäude vor allem entkernt und Schadstoffe entfernt.

Um kleinere Aufgaben geht es an den übrigen Schulen. Da gibt es unter anderem neue Heizkessel (Grundschule Eichenstraße, Schule an der Tesche), einen Klassen-Container (Grundschule Engelbert-Wüster-Weg), eine Hangstützmauer (Grundschule Hesselnberg), neue Fenster (Grundschule Mercklinghausstraße, Schule an der Tesche) oder einen barrierefreien Zugang (Grundschule Rudolfstraße).

Brandschutz ist ein wichtiger Anlass für Arbeiten in den Ferien: „Ohne Brandschutz darf eine Schule nicht betrieben werden“, erklärt Lehn, daher würden diese Arbeiten in Zeiten ohne Unterricht erledigt. Brandanlagen müssten bei Schäden oft ganz erneuert werden, weil es durch die Entwicklung der Technik keine Ersatzteile mehr gebe. Neue Brandmeldanlagen erhalten die Bernhard-Letterhaus-Schule und die Gesamtschule Else Lasker-Schüler. Die Grundschule Nützenberger Straße bekommt für den Brandschutz eine Metalltreppe als zweiten Fluchtweg, damit sind drei Räume im Obergeschoss wieder nutzbar.

Die Toiletten sind an vielen Schulen renovierungsbedürftig, das Thema wird das GMW noch Jahre beschäftigen. Aktuell erhalten die Angelo-Roncalli-Grundschule, die Grundschule Rottsieper Höhe, das Bergische Kolleg und die Turnhallen Sillerstraße und Am Dönberg neue Sanitäranlagen.