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Stadt plant Regenrückhaltebecken bei Probst

Stadt plant Regenrückhaltebecken bei Probst

Das Gelände wurde im März 2017 gekauft. Seit einem halben Jahr laufen die Planungen. Mit Baubeginn ist nicht vor 2020 zu rechnen.

Die Stadt hat das Gelände der Firma Probst an der Uellendahler Straße / Ecke Bornberg gekauft. Dort soll ein Regenrückhaltebecken von 5000 bis 8000 Kubikmetern entstehen. Das Projekt wird von der Stadt, den Stadtwerken, der Bezirksregierung und dem Wupperverband geplant.

Christian Massing, WSW-Verantwortlicher im Bereich Entwässerungsprojekte, sagt die Planungen würden etwa seit einem halben Jahr laufen. Er geht von einem Baubeginn etwa im Jahr 2020 aus - auch weil die Vorbereitungen sehr detailliert und aufwendig seien, ebenso wie das Genehmigungsverfahren.

Der Betriebsleiter des Eigenbetriebs Wasser und Abwasser, Norbert Dölle, schränkt dazu ein, dass das „Projekt sich derzeit erst am Beginn der Planungsphase befindet. Die Aussagen können sich daher im weiteren Verlauf noch erheblich verändern“.

Die Stadt bestätigt die Pläne grundsätzlich, sagt aber nichts zum Verfahrensstand. Die Finanzierung müsse erst geklärt werden, so das Presseamt.

Die Beteiligten gehen aber von einer Förderung des Landes aus. Dölle rechnet mit Kosten von 2,5 bis 3 Millionen Euro aus. Eine Million dürften aus Fördergeldern kommen. Das hat den Hintergrund, dass der Mirker Bach durch das Land als Gefahrengewässer eingestuft wurde. Durch den Bach drohen bei Starkregenereignissen Hochwasser. Der Analyse der Bezirksregierung zufolge ist ab dem Probst-Gelände abwärts mit Überschwemmungen zu rechnen. Die sollen künftig eingedämmt werden.

Die Planungen stehen in Zusammenhang mit einem Projekt, dass schon auf der aktuellen Liste der Entwässerungsprojekte steht, die derzeit durch die Bezirksvertretungen geht. Es geht um den Regenwasserkanal an der Uellendahler Straße zwischen Raukamp und Saarstraße. Die Arbeiten daran sollen 2019 losgehen.

Der Kanal soll das Regenwasser laut Massing in das geplante Becken führen statt es in den Mirker Bach laufen zu lassen.

Dass der Mirker Bach zum Problem werden kann, hat sich zuletzt bei dem Unwetter im Mai gezeigt. Der kleine Bach ist dabei zu einem reißenden Strom geworden.