Stadt nimmt drei neue Kitas in Betrieb

Neueröffnung : Stadt nimmt drei neue Kitas in Betrieb

100 neue Plätze an der Rudolfstraße, der Staubenthaler Straße und der Kleestraße.

Während die Handwerker der am 1. September eröffneten Kindertagesstätte an der Rudolfstraße 100 noch den letzten Schliff geben, gewöhnen sich die ersten Kinder langsam ein. Zunächst nur in zwei Gruppen. „Denn auch für die Kinder ist das Arbeit“, sagt Kita-Leiterin Michaela Dobler. „Die nach und nach kommenden Kinder können dann von den anderen lernen und sich besser eingewöhnen“, sagt Dobler.

Auch die zwei weiteren, jetzt neu errichteten Kitas an der Kleestraße 68 und an der Staubenthaler Straße 39 beginnen zunächst mit zwei Gruppen. Bei allen drei Einrichtungen handelt es sich um sechsgruppige Einrichtungen mit Platz für jeweils knapp 100 Kinder im Alter von null bis sechs Jahren.

In der neuen Kita an der Rudolfstraße betreuen sechs Kräfte zurzeit 34 Kinder in zwei gleich großen Gruppen. Dass zunächst nur mit zwei Gruppen begonnen wird, hat auch personelle Gründe.

„Es fehlen uns in der Rudolfstraße noch zehn bis 12 Erzieherinnen und Erzieher“, sagt Stadtbetriebsleiter Michael Neumann. „Da die Situation in den beiden anderen neuen Kitas ähnlich ist, fehlen damit insgesamt 30 bis 36 Kräfte.“

Dass die Stadt dabei trotz Personalmangel noch weitere Kitas plant und aktuell zum Beispiel schon an der Ahrstraße oder der Neviandtstraße baut, hat mindestens zwei Gründe. Der eine Grund: die lange Phase von der Planung bis zum fertigen Bau. Vier Jahre habe dieser Prozess an der Rudolfstraße gebraucht, sagte Kühn.

Trotz Kita-Neubauten fehlen weiter Betreuungsplätze

Der andere Grund: es besteht weiter eine große Deckungslücke zwischen Angebot und Nachfrage. „Es fehlen aktuell rund 1000 Plätze in allen Altersbereichen, also vom ersten bis zum sechsten Lebensjahr“, sagt Kühn. Zusammen mit den freien Trägern habe man seit dem Kindergartenjahr 2014/15 zwar mehr als 2400 Plätze geschaffen. Anhaltende Geburtenzahlen von mehr als 3500 Kindern zum Beispiel im Jahr 2017 in Wuppertal machten den weiter hohen Bedarf aber deutlich. „Es ist immer ein Wettlauf zwischen Hase und Igel“, sagt Kühn.

Für viele Kinder war der Hase „Stadt“ aber jetzt schnell genug. Alle drei neuen Kitas haben mehr als 1000 Quadratmeter Nutzfläche und eine jeweils noch einmal doppelt so große Außenfläche. Die neuen Kitas sind außerdem in Passivhausbauweise errichtet worden und sind barrierefrei.

Aufgrund der schwierigen Erschließung des Untergrunds kostete der Kita-Neubau an der Rudolfstraße am Ende 4,5 Millionen Euro. Für die Kleestraße mussten 3,9 Millionen Euro, für die Staubenthalter Straße rund 4,6 Millionen aufgewendet werden.

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