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Stadt: Kein Zocken mit Steuergeld

Stadt: Kein Zocken mit Steuergeld

Verwaltungshaushalt: 30 Millionen Euro gespart.

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p class="text">Wuppertal. Städte wie Remscheid, Solingen und Hagen haben bereits ordentlich daneben gelangt. Sie arbeiteten beim Schuldenmanagement mit Banken zusammen - und haben sich dabei mächtig verzockt. Der Schaden geht in die Millionen. Klare Haltung aus Wuppertal: "Wir machen keine spekulativen Geschäfte mit Steuergeldern", so Kämmerer Johannes Slawig. Stattdessen managt Wuppertal die Schulden selbst, verzichtet auf Spekulationsgeschäfte, arbeitet lieber mit Zinsobergrenzen und hält die Zinskosten so seit Jahren geringer als sie bei einem üblichen Kredit fällig wären.

Probleme sind ohne Hilfe nicht zu lösen

Deswegen bleibt die Haushaltslage mit einer Verschuldung von rund 1,5 Milliarden Euro zwar dramatisch, zumindest der Verwaltungshaushalt sieht zum Jahresabschluss 2007 aber freundlicher als befürchtet aus: Geplant war ein Fehlbetrag von 148,9 Millionen Euro; tatsächlich sind es 118,3 Millionen Euro. Gut 30 Millionen weniger sind es unter anderem, weil die Schlüsselzuweisung vom Land in Höhe von 15,9 Millionen Euro höher als erwartet ausfiel und weil das Gebäudemanagement unter anderem durch den Verkauf von Gebäuden und durch Rücklagenauflösung 10,6 Millionen Euro überwies.

Slawig und Oberbürgermeister Peter Jung machen trotzdem klar, dass Wuppertal die Probleme nicht aus eigener Kraft stemmen kann, dringend eine Gemeindefinanzreform und die Berücksichtigung als strukturschwache Region braucht.