Stadt, Bürgervereine und Geschäftsleute stellen Weihnachtsbäume auf.

Adventszeit : Bäume stimmen aufs Fest ein

Viele Hände haben daran mitgewirkt, dass an zahlreichen Stellen in der Stadt festlich geschmückte Weihnachtsboten stehen.

So ganz ohne Weihnachtsschmuck könne der neue Bahnhofsvorplatz nicht bleiben, fanden diejenigen, die in den letzten Jahren dafür gearbeitet haben, dass Wuppertal ein neues Entrée erhält. Also organisierte das Baustellen-Team einen zwölf Meter hohen Baum und insgesamt 140 Meter Lichterketten, die jetzt Passanten auf dem Weg vom und zum Bahnhof begrüßen.

Das könnte der größte Weihnachtsbaum in der Stadt sein, auf jeden Fall ist er „einen Meter höher als die Kanzlerinnen-Tanne“, erklärt stolz Andreas Klein von der Projektleitung für die Döppersberg-Baustelle. Er hatte rechtzeitig initiiert, dass auf dem Platz eine entsprechende Bodenhülse mit Stromanschluss eingebaut wird. Er erklärt, die Beteiligten wollten mit dem Baum „zum Abschluss des Projekts frohe Weihnachten“ wünschen.

Die Stadt hat insgesamt
acht Bäume aufgestellt

Die Stadt selbst hat acht Bäume besorgt und teils in Zusammenarbeit mit Bürgern und Bürgervereinen im Stadtgebiet aufgestellt (siehe Kasten). Die Bäume sind fünf bis acht Meter hoch, behängt mit Lichterketten der Firma, die im städtischen Auftrag die Straßenbeleuchtung betreut. Auf dem Dönberg, auf dem Richard-Vogel-Platz und am Rott stellen Bürger und Bürgervereine selbst Bäume auf, die Stadt sorgt für die Beleuchtung. In Ronsdorf liefert die Stadt den Strom für die Illumination.

Wer wo Weihnachtsbäume aufstellt, „ist ein bisschen historisch gewachsen“, erklärt Stadtsprecherin Martina Eckermann. Im Haushalt sind 7000 Euro im Verkehrsressort für Weihnachtsbäume vorgesehen, die für die Beschaffung der Bäume benötigt werden. Alles weitere müsse aus anderen Finanzpositionen oder von der Bürgerschaft kommen. Einige Bezirke machten das in Eigeninitiative.

Froh über einen schönen großen Baum sind zum Beispiel die Vohwinkler. Zuletzt hatte die Stadt den traditionellen Baum auf dem Lienhardplatz nicht mehr in der gewohnten Größe genehmigt, mehr als vier Meter wurden nicht erlaubt – eine Folge des Baumsturzes auf dem Barmer Weihnachtsmarkt 2015. Stadt, Bezirksvertretung und die Werbegemeinschaft Aktion V sorgten dafür, dass eine größere Bodenhülse eingebaut wurde. Jetzt prangt ein acht Meter hoher Baum mit LED-Beleuchtung auf dem Platz.

So hoch ist auch der Baum des Barmer Weihnachtsmarktes in diesem Jahr. Früher ragte der Baum zwölf Meter hoch, nach dem Sturz ist man in Sachen Höhe bescheidener. Ihn schmücken mehrere Tausend Lichter und Weihnachtskugeln.

Stolz ist Rolf Tesche, Vorsitzender des Heimat- und Bürgervereins Cronenberg auf den Baum vor dem ersten Cronenberger Rathaus an der Hauptstraße/Ecke Herichhauser Straße: „Der ist in diesem Jahr besonders prächtig“, sagt er. Neun Meter ragt er in die Höhe, zahlreiche Leuchten setzen ihn in Szene.

Geschäftsleute sind es, die den Baum vor dem Von der Heydt-Museum aufgestellt haben. „Das ist eine Initiative des Turmhofviertels“, erklärt Optiker Matthias Zenker. Die sieben Meter hohe Fichte ist mit Kugeln und Schleifen in Rot, Gold und Silber festlich geschmückt und nach Überzeugung Zenkers „der schönste Baum in Elberfeld“.

Einen großen Baum hat traditionell auch die Stadthalle auf ihrem Balkon, „etwa zehn bis zwölf Meter“ hoch sei der lichtgeschmückte Baum, sagt Sprecherin Heike Janssen – und „unübersehbar“.

Ehrenamtliches Engagement sorgt auch für den geschmückten Baum an der Nordbahntrasse am Loh: Der Baum steht dort immer, im Advent behängen ihn Mitglieder der Wuppertalbewegung mit weihnachtlichem Schmuck.