Wuppertal: „Spunk hört sich besser an als Andreas’ Eck“

Wuppertal : „Spunk hört sich besser an als Andreas’ Eck“

Die Kult-Kneipe mit dem besonderen Namen feiert am Samstag 25-jähriges Bestehen.

Seit 25 Jahren führt Andreas Kluczynski seine Kult-Kneipe „Spunk“ an der Flensburger Straße / Ecke Holsteiner Straße, die er am 27.Mai 1994 eröffnete. Obwohl der mittlerweile 56 Jahre alte Kluczynski damals sein Studium der Sozialwissenschaften und Betriebswirtschaft an der Uni Wuppertal abbrach, habe er nicht daran gedacht, dass er seinen „Laden“ so lange betreiben würde. „Ich habe mir gedacht, jetzt mache ich erst mal eine Kneipe auf und schaue mal“, erinnert sich der Wirt.

Die Kneipe mit dem besonderen Namen ist nach dem im 9.Teil der Kinderbuchverfilmung „Pippi Langstrumpf“ aufgetauchten Fantasie-Wort benannt. „Wir haben mit einigen Freunden da gesessen und überlegt, wie die Kneipe heißen sollte. Dann haben wir uns gedacht, dass Pippi Langstrumpf jeder mag und Spunk sich besser anhört als Andreas` Eck oder so“, berichtet Kluczynski. Ein Volltreffer, der sich bis heute bewährt hat.

Wie das Wort bei Astrid Lindgrens Heldin lässt sich auch das Wuppertaler „Spunk“ nicht genau definieren. Es ist ebenso eine Kneipe wie ein gutes Restaurant, bei dem Kluczynski auf Qualität und Nachhaltigkeit achtet. Im Spunk gibt es Bier vom Fass, fair gehandelten Bio-Kaffee, Fleisch eines Elberfelder Metzgers, der seine Tiere bei den Bauern der Region kauft, und auf die Salate kommen hausgemachte Dressings.

Es gibt Champions-League-Spiele und Fußball-Bundesliga auf zwei Fernsehern zu sehen, aber das Spunk ist auch etwas für Kunst- und Kulturbegeisterte. So gehören Konzerte am Paradeberg ebenso zum Programm wie leichte Bühnenstücke. Eingeweiht wurde die Kleinkunstbühne damals von einem gewissen Duo „Don Promillo und Peperoni“ – Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke und Dezernent Stefan Kühn.

Am heutigen Samstag feiert Kluczyinski ab 17 Uhr sein Jubiläum mit einer „Grillparty“. Ab 20 Uhr spielt die Wuppertaler Coverband „La Kawa Banda“, bevor DJ Timm die musikalische Leitung übernimmt.

Mehr von Westdeutsche Zeitung