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Sporthalle heizt sich zu sehr auf

Sporthalle heizt sich zu sehr auf

GMW prüft Lösungen für Halle an der Laurentiusschule. Sportler fühlen sich eingeschränkt.

Elberfeld. An der Turnhalle an der Laurentiusschule muss nachgebessert werden. Drei Jahre nach ihrer Fertigstellung läuft bereits eine Prüfung, was getan werden kann. Das berichtet Andrea Nickl vom Gebäudemanagement der Stadt (GMW) auf Anfrage der WZ. Der Grund ist die Temperatur in der Halle. Durch die vollverglaste Fassade heize sich die Halle zu sehr auf und die Lüftungsanlage komme nicht dagegen an.

Vor dem Bau der Halle zwischen Mai 2013 und August 2014 habe es Tests gegeben, in denen das Problem nicht aufgetaucht sei. „Die Tests haben ergeben, dass eine künstliche Beschattung der Halle nicht nötig wäre“, sagt Nickl. Die Praxis zeige aber ein anderes Bild: „Die Wärme kann nicht reguliert werden.“

Darunter leiden vor allem die, die Sport in der Halle machen. So etwa eine Koronarsportgruppe, in der Hartmut Joest aktiv ist. Der 76-Jährige ist jeden Mittwoch mit seiner Gruppe in der Halle und berichtet von viel zu hohen Temperaturen. „Wenn es draußen 25 Grad sind, sind es drinnen 35.“ Die Lüftung komme nicht dagegen an, sagt er. Und die Fenster seien viel zu klein und ließen sich nur kippen. Die Gruppe der Herzpatienten könne so nicht sicher jede Woche ihren Sport machen, sagt er. Man habe schon Stunden ausfallen lassen müssen. „Und das bei einer Halle, die gerade einmal drei Jahre alt ist“, sagt Joest.

Die Stadt weiß darüber Bescheid und kümmert sich aktuell um Lösungen. Kurzfristig soll der Winkel vergrößert werden, in dem sich die Fenster öffnen lassen, so Nickl. Das habe man aber wegen der Vollbelegung der Halle auf den Herbst verschieben müssen, weil die Arbeiten daran mindestens fünf Stunden dauern würden.

In Sachen Beschattung soll eine Sonnenschutzfolie ausprobiert werden. Die soll die Sonneneinstrahlung auf 29 Prozent reduzieren und so die Temperatur verringern. Das kann aber dauern. Weil die Folie nur angebracht werden kann, wenn es danach mehrere Wochen nicht friert, wird selbst ein Testfenster erst nach dem Winter beklebt werden können, sagt Nickl,

Alternativen wären eine Erweiterung der Lüftungsanlage zu einer Klimaanlage und das Anbringen eines Spezialrollos. Dafür bräuchte man eine speziell angepasste Konstruktion, gibt Andrea Nickl aber zu bedenken.

Je nachdem, welche Lösung angepeilt wird, muss sie ausgeschrieben werden — und wird insofern Zeit in Anspruch nehmen. Geld gebe es aber aus den Mitteln des GMW, so Nickl.