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Sport und Freizeit in Wuppertals Partnerstädten

Nachrichten aus den Partnerstädten : Fußball, Baseball und Fitness im Freien

Bewegung an der frischen Luft „vertreibt trübe Gedanken und stärkt das Immunsystem, gerade in diesen schwierigen Zeiten“. So motiviert die Verwaltung im polnischen Liegnitz vor allem die besonders Corona-gefährdeten Senioren.

Bewegung an der frischen Luft „vertreibt trübe Gedanken und stärkt das Immunsystem, gerade in diesen schwierigen Zeiten“. So motiviert die Verwaltung im polnischen Liegnitz vor allem die besonders Corona-gefährdeten Senioren in der Wuppertaler Partnerstadt Senioren zu sommerlicher Morgengymnastik unter professioneller Anleitung: Immer samstags um 11 Uhr finden die kostenlosen Trainingseinheiten im Stadtpark dieser Tage großen Anklang, wie aus dem Rathaus zu erfahren ist.
Ebenfalls kostenlos ist das Zirkeltraining am ehemaligen Berliner Flughafen, dem Tempelhofer Feld, und damit ideal für Sportler in Tempelhof-Schöneberg. Dienstag- und donnerstagabends bietet der Berliner Leichtathletikverband (BLV) in Kooperation mit der AOK jeweils eine Stunde lang ein Fitnessprogramm.

Eine besondere Sporttradition kann Wuppertals slowakische Partnerstadt Kosice wohl auch in diesem Jahr pflegen, denn die Gesamtzahl der bestätigten  Covid19-Infektionen ist mit knapp 1700 Fällen landesweit weiterhin vergleichsweise gering. Deshalb rechnet man weiterhin fest mit  dem „Friedens-Marathon“ am 4. Oktober 2020 (Anmeldung unter https://www.kosicemarathon.com). Der Lauf findet schon seit 1924 statt und ist somit der älteste seiner Art in Europa und der zweitälteste weltweit (nach Boston), wie der Veranstalter gern betont.

Grund zu sportlicher Vorfreude gibt es endlich auch wieder in Saint Étienne, wenn auch eher passiver Natur: Das verschobene französische Pokalfinale im Pariser Stade de France zwischen dem AS St. Étienne und Thomas Tuchels Paris Saint Germain FC kann nun laut Medienberichten am 24. Juli 2020 ausgetragen werden, allerdings nur vor maximal 5000 Zuschauern – Corona schafft eben auch im Profisport ganz neue Spielregeln.

Der ganze Stolz der fußballverrückten britischen Partnerstadt South Tyneside ist der FC South Shields, der im heimischen Mariners Park (3000 Plätze) spielte, zuletzt sogar als Tabellenerster der Northern Premier League. Diese ist in etwa vergleichbar mit einer deutschen Regionalliga. 2020 stünde der FC sogar an der Tabellenspitze und damit kurz vor dem Aufstieg in die höhere Spielklasse - wenn nur nicht Corona wäre. Denn zum Leidwesen der Fans wurde der Spielbetrieb im März eingestellt, und in der nächsten Saison werde wieder „bei null zu null“ neu angepfiffen, so die lokale Sportpresse.

 Ganz andere Schwerpunkte in sportlicher Hinsicht setzt Matagalpa, denn die mit Abstand beliebteste Sportart in Nicaragua ist nicht etwa „Futbol“, sonderm „Beisbol“, wie Baseball auf spanisch genannt wird. Die US-amerikanischen Besatzer zwischen 1912 und 1932 hinterließen dieses für lateinamerikanische Nationen eher ungewöhnliche Erbe. Der örtliche Club, die „Indígenas“ hat zwar eine große Anhängerschaft, konnte aber bislang nicht in die Profiliga des Landes vordringen.