Spezialisten prüfen Wurst am Wegesrand auf Gift

Spezialisten prüfen Wurst am Wegesrand auf Gift

Wuppertal. Ist in Wuppertal ein Tierquäler unterwegs, der versucht Hunde mit vergifteten Ködern zu töten? Zu dieser vieldiskutierten Frage gibt es jetzt ein neues Kapitel: Ein Mann ist am Dienstag im Bereich Walter-Hammer-Ufer / Gesundheitstraße in Elberfeld dabei gesehen worden, wie er Wurst am Rand des Fußwegs ablegte.

Der Hinweis kam von einer Passantin (23), die das Dauerthema „Giftköder“ kannte. Wenig später stoppte die Polizei einen 36-Jährigen. Außerdem stellte sie insgesamt drei in Zeitungspapier eingeschlagene Giftköder am Wegesrand sicher. Die Wurst lagert derzeit noch im Kühlschrank der Asservatenkammer im Polizeipräsidium. Demnächst sollen Experten der Gerichtsmedizin die Wurst aus Elberfeld auf ihren Giftgehalt überprüfen.

Polizeisprecher André Berger: „Es ist noch völlig unklar, ob die Wurst vergiftet ist.“ Der Fußweg sei gründlich und komplett abgesucht worden. Gefahr für Passanten bestehe demnach nicht. Verletzt beziehungsweise vergiftet wurde laut Polizei niemand. Kein Hund und auch kein Mensch. Von der Aufregung um die Wurst war gestern bei Claudia Langer — sie war mit ihrer kleinen Tochter Noemi und deren Freundin am Walter-Hammer-Ufer unterwegs — nichts zu spüren: „Dass die Polizei den Fall untersucht, ist richtig“, sagt die Wuppertalerin. Angst habe sie nicht.

Und einmal mehr warnt auch die Polizei vor Panikmache. Dass der 36-Jährige vom Walter-Hammer-Ufer nach seiner Festnahme ins Gefängnis musste, habe mit der Wurst nichts zu tun. Der Mann — er soll zuletzt ohne festen Wohnsitz gewesen sein — habe eine mehrmonatige Strafe wegen Diebstahls nicht angetreten und wurde deswegen per Haftbefehl gesucht.

Mit einem Ermittlungsergebniss ist laut Polizei erst in mehreren Wochen zu rechnen.