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SPD im Seniorenbeirat fordert Erhalt des Treffs am Carnaper Platz

Konflikt : SPD im Seniorenbeirat fordert Erhalt des Treffs am Carnaper Platz

In der Diskussion um den Seniorentreff am Carnaper Platz meldet sich die SPD-Fraktion im Seniorenbeirat zu Wort.

Der Seniorentreff am Carnaper Platz bleibt Zankapfel zwischen den politischen Parteien. Das kleine Haus am Rande des Platzes, das der Stadt gehört, diente bis zum Beginn der Pandemie Seniorengruppen als Treffpunkt und wurde für Sprachkurse für Zuwanderer benutzt.

Es gibt die Forderung, das renovierungsbedürftige Gebäude abzureißen, auch weil es einen großen Kontrast zu der geplanten neuen Zentrale der Stadtwerke bilden würde. Trotz intensiver Suche ist für die Nutzer noch keine Alternative gefunden.

Die Diskussion nimmt aktuell an Fahrt auf, weil ein Wasserrohrbruch im Januar den Renovierungsbedarf erhöht hat, das Haus aktuell wegen Schimmelbefall nicht nutzbar ist.

2019 hatte der zuständige Betriebsauschuss der Alten- und Pflegeheime beschlossen, das Haus erst abzureißen, wenn es einen Alternativstandort gibt. Im April beschloss der Ausschuss, das Gebäude kurzfristig wieder nutzbar zu machen.

Detlef-Roderich Roß, SPD-Vertreter im Seniorenbeirat, kritisiert CDU und Grüne, den Abriss zu verfolgen: „Schon von Beginn an fabulierten Dr. Salwig und Teil von Grün-Schwarz über eine Wiese als Ersatz für den Seniorentreff, um die Sicht auf das neu zu bauende WSW-Gebäude nicht zu stören.“

Dabei hätten politische Gremien die Nutzbarmachtung „dieser wichtigen Einrichtungen“ beschlossen. Slawig, CDU und Grüne ignorierten diese demokratische Entscheidung.

Er verweist auf die Kosten: Der Abriss würde 80 000 Euro kosten, eine Reparatur 20 000 Euro. Er erklärt: „Wir fordern von der Verwaltung, die Beschlüsse der Gremien endlich umzusetzen und die Einrichtung nutzbar zu machen.“ Die Verwaltung solle nicht „mit Hütchenspielertricks und Kalkulationen für Komplettsanierungen“ die Einrichtung totreden.