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SPD heizt Trassen-Sportler an

SPD heizt Trassen-Sportler an

Der Einladung der Sozialdemokraten zu „Wuppertal bewegt sich nach vorn“ waren rund 100 Radfahrer, Jogger und Spaziergänger gefolgt.

„Wuppertal bewegt sich nach vorn“ hieß das Motto, unter dem die SPD Wuppertal am Samstag auf die Nordbahntrasse eingeladen hatte. „Vorn“ hieß in diesem Fall nach Osten in Richtung Bahnhof Wichlinghausen, der in drei Gruppen angesteuert wurde. Die Radler trafen sich um 11 Uhr am Homandamm in Vohwinkel, die Jogger zur selben Zeit am Bahnhof Mirke und die Spaziergänger am Bahnhof Loh. Und die „Loher“ kamen in den Genuss einer Begleitung durch den ebenso stimmgewaltigen wie kenntnisreichen Stadtführer Jürgen Holzhauer, mit dem die vier Kilometer bis Wichlinghausen zu einer höchst informativen Reise durch Wuppertals Heimatgeschichte wurde.

Da die SPD eingeladen hatte, standen Themen wie die Arbeiterbewegung und ihr Widerstand gegen die Nazis und vorher noch die erfolgreiche Gegenwehr Wuppertaler Arbeiter gegen den ultrarechten Kapp-Putsch im Vordergrund. Die Konsumgebäude auf Clausen und auf dem Sedansberg wurden ausführlich gewürdigt, und Rainer Widmann, der frühere Projektleiter der Nordbahntrasse, steuerte Wissenswertes zum Um- und Ausbau des ehemaligen Schienenweges zu einem Leuchtturmprojekt bei. Etwa, dass 500 LED-Leuchten auf der Trasse installiert wurden — oder, dass man in den Tunneln die Farbe Grün vermieden hatte, weil die dort lebenden Fledermäuse die mit Augen räuberischer Katzen in Verbindung brächten.

„11 391 Steine mussten am Rotter Viadukt ausgetauscht werden“, erfuhren die rund 50 Mitwanderer, und dass die dortige Baustelle einen 282 Meter langen Engpass bilde. Der „VHS-Kurs“ auf der Nordbahntrasse forderte natürlich seine Zeit, und so war es kein Wunder, dass die Jogger vom Bahnhof Mirke die wissbegierige Schar um Holzhauer und Widmann um 11.30 Uhr schwitzend, aber bestens gelaunt passierten.

Unter ihnen übrigens nicht Oberbürgermeister Andreas Mucke, der sonst bei diversen Volksläufen seine Joggingschuhe schnürt und federnd im sportlichen Dress dem jeweiligen Ziel entgegenstrebt. „Ich habe große Probleme mit meinem Knie“, so Mucke, der sich aber in Jeans stattdessen den Fußgängern angeschlossen hatte. Um 11.40 Uhr hatten die Radler die Wandergruppe erreicht und überholt, während Rainer Widmann die Hoffnung äußerte, dass Schwarzbach- und Hatzfeld-Trasse weiterhin gute Fortschritte machen und in absehbarer Zeit noch weitere Trassen gebaut würden.

Während sich schon die Radler und die Jogger am Bahnhof Wichlinghausen an Obstbüffet und kühlen Getränken gütlich taten, erreichten auch die Spaziergänger gegen 12.30 Uhr den Endpunkt, wo Stefan Kühn, der stellvertretende Vorsitzender der Sozialdemokraten, die Aktiven begrüßte. Kühn selbst war im Pulk der Jogger mitgelaufen und zeigte keinerlei Anzeichen von Strapazen, als er die rund 100 Teilnehmer fröhlich aufforderte, mit Bundestagsabgeordnetem Helge Lindh, dem OB oder den ebenfalls anwesenden Bezirksbürgermeisterinnen Ursula Abé und Gabriela Ebert zwanglos zu plaudern.