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Sozialdezernent Kühn erwartet 20 Millionen Euro.

Bildung : Ohne Digitalpakt gibt es weniger Tablets an Schulen

Die Stadt hat schnelle Anschlüsse auf den Weg gebracht. Geld vom Bund würde die Digitalisierung beschleunigen.

Ein Platzen des Digitalpakts würde die Digitalisierung von Wuppertals Schulen bremsen, aber nicht stoppen. Denn die Stadt hat bereits ein umfangreiches Programm auf den Weg gebracht.

„Es würde uns deutlich zurückwerfen“, sagt Wuppertals Schuldezernent Stefan Kühn auf die Frage nach den Folgen, falls der Digitalpakt wegen der Kritik einiger Bundesländer, darunter NRW, nicht zustande käme.

Anfang 2019 sollte das Vertragswerk zwischen Bund und Ländern in Kraft treten, durch das fünf Milliarden Euro für den Ausbau der digitalen Technik an Schulen zur Verfügung gestellt werden sollen. Stefan Kühn schätzt, dass das etwa 20 Millionen Euro für Wuppertal bedeuten würde. Das komme „on top“ der Maßnahmen, die die Stadt bereits beschlossen hat, betont Kühn.

Denn mit dem „Medienentwicklungsplan“ habe die Stadt bereits ein umfassendes Paket auf den Weg gebracht, dafür etwas mehr als 20 Millionen Euro bereitgestellt. Dazu kommen weitere acht Millionen Euro aus dem Landesprogramm „Gute Schule“. Mit den etwa 30 Millionen Euro werden bis Ende 2020 alle Wuppertaler Schulen – „auch die Grundschulen“, betont Kühn – an das schnelle Glasfasernetz angeschlossen und die Anzahl der W-Lan-Router in Schulgebäuden auf 3000 verdoppelt. Zudem erhalten die Schulen ein individuelles Budget für Geräte.

„Dieses Budget könnten wir durch den Digitalpakt deutlich erhöhen“, sagt Kühn. Und die noch fehlenden weiteren 1500 Router anschaffen. Für ihn sei der Pakt daher das passende Weihnachtsgeschenk gewesen. Würde daraus nichts, „wäre das ein Schlag ins Kontor“, sagt er. „Ich hoffe, dass man sich schnell einigt.“ Sonst werde die mögliche Dynamik bei der Digitalisierung nicht erreicht. kati