Sommer-Schule für Designer: Ziel sind nachhaltige Produkte

Sommer-Schule für Designer: Ziel sind nachhaltige Produkte

Am 29. August Podiumsdiskussion im Hörsaalzentrum.

Wuppertal. Der Begriff Nachhaltigkeit hat nicht erst seit der Energiewende Hochkonjunktur. Doch was ist unter Nachhaltigkeit überhaupt zu verstehen? Mit dem bildhaften Vergleich: Schlage nur so viel Holz wie nachwachsen kann, ist der Modebegriff nur ansatzweise beschrieben.

Design sorgt für Nachfrage nach attraktiven Produkten, sorgt also für Konsum und den Verbrauch von Ressourcen. Steht das im Widerspruch zum Wunsch nach einem nachhaltigen Design?

„Werte wandeln — Perspektiven für eine nachhaltige Zukunft“ heißt das Thema der „3. Sustainable Summer School“, die am Montag, 29. August, am Grifflenberg eröffnet wird, und zu der sich 70 Studenten aus aller Welt angemeldet haben.

„Die Summer School ist als internationaler Dialog zwischen Experten und Studenten konzipiert“, sagt die Design-Theoretikerin Prof. Brigitte Wolf, die Mit-Initiatorin ist und sich mit den Studierenden in Wuppertal seit Jahren mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt. Veranstalter sind der Studiengang Industrial Design der Bergischen Universität, das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und das CSCP, Centre für Sustainable Consumption and Production, ebenfalls mit Sitz in Wuppertal.

Zum „Expertentag“ am Montag, 29. August, werden unter anderen Max Schön, Präsident der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome, Prof. Niko Paech (Universität Oldenburg) und Günther Bachmann (Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung) die Studierenden in die Thematik einführen. Um 17 Uhr findet am „Expertentag“ eine öffentliche Podiumsdiskussion (der Eintritt ist frei) im neuen Hörsaalzentrum auf dem Campus Grifflenberg statt. Bis zum 3. September folgen dann vier Workshops im Nikolauskloster Jüchen.

Und wie ist der Widerspruch zwischen Design und Nachhaltigkeit aufzulösen? Professor Gert Trauernicht gibt einen wichtigen Hinweis zur wachsenden Verantwortung für Designer: „Schon in die Produkt-DNA muss die Nachhaltigkeit gelegt werden. Ein Beispiel: Wir gestalten nicht nur Telefone, sondern wir gestalten Kommunikation.“

www.uwid.de www.designwalks.org

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