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So wollen Wupperverband und Uni den Hochwasserschutz verbessern

Hochwasser : Warnsystem: KI kontrolliert Pegelstände

Künstliche Intelligenz soll zum besseren Hochwasserschutz eingesetzt werden.

Das Hochwasser der Wupper im Juli 2021 hat enorme Sachschäden verursacht. Probleme gab es vor allem bei der Alarmierung. Der Wupperverband hat nun mit der Bergischen Universität, der Firma Berger sowie den Kommunen Wuppertal, Solingen und Remscheid und der Bergischen IHK ein Forschungsprojekt zum Hochwasser-Warnsystem 4.0 gestartet. Ziel sei es, mittels Künstlicher Intelligenz (KI) unter Auswertung von Messwerten und der Nutzung von Wetterdaten, Pegelstände entlang der Wupper vorherzusagen. Hierbei sollen insbesondere kurzfristige Prognosen, also eine Vorhersagezeit zwischen 90 Minuten bis zu einigen Stunden, erreicht werden. Diese Vorhersagen könnten in Form von Warnungen, zum Beispiel per App, weitergegeben werden.

Grundlage sei die Vernetzung der Akteure mit ihren jeweiligen Sensoren. So verfüge der Wupperverband bereits über ein umfangreiches Pegel- und Niederschlagsmessnetz sowie hydrologische und hydraulische Modelle. Diese sollen nun um Prognosetools ergänzt werden. Um schnelle Fortschritte zu erzielen sei ein agiles Vorgehen angedacht: Die Wupper bildet das Rückgrat, die wichtigsten Nebengewässer werden nach und nach integriert. Die Vorbereitungen laufen schon für die wesentlichen Nebengewässer. Beispielsweise hatte in der Folge des Juli-Hochwassers die Firma Berger mit der Installation zahlreicher weiterer Sensoren begonnen. Pegeldaten und Niederschlagsdaten sollen anschließend durch den Lehrstuhl für Technologien und Management der Digitalen Transformation mit einer KI analysiert werden.

Um die Arbeiten intensiv weiter verfolgen zu können, wurde seitens der Bergischen Universität eine Anschubfinanzierung ermöglicht. Für die weitere Finanzierung soll kurzfristig ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt ins Leben gerufen und öffentliche Fördermittel eingeworben werden.