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Tourismus: „So etwas habe ich noch nie gesehen“

Tourismus : „So etwas habe ich noch nie gesehen“

Wegen der Schwebebahn kamen Eisenbahnfans aus der Schweiz nach Wuppertal.

Wuppertal. Einmal im Leben durch Wuppertal schweben - dafür haben die Eisenbahnfans vom „Rail Club Yverdon-les-Bains“ einen weiten Weg auf sich genommen. In ihrer Heimatstadt sind die 20 französischen Schweizer morgens aufgebrochen, um am Nachmittag „la schwebebahn“ von außen und von innen kennenzulernen.

Und sie haben Glück. An der Station Oberbarmen können sie sogar den Kaiserwagen bewundern. Jetzt stehen sie auf der Plattform der Endhaltestelle Vohwinkel und halten ihre Kameras und Handys Richtung Wagenhalle, wo die ankommenden Züge langsam ihre große Runde drehen.

Kurt Bleckmann steht daneben und lacht. „Die gucken sich das noch eine halbe Stunde an.“ Der Wuppertaler macht für seine Schweizer Gäste gern den Reiseführer. Zur Begrüßung hatte er auch ein passendes Geschenk dabei - bunte Schlüsselanhänger mit dem Schwebebahn-Logo.

Zweiter Reiseführer ist der schweizer „Rail Club“-Veteran Walter Grüter, von allen „Boby“ genannt. Bleckmann und Grüter lernten sich im Urlaub in Italien kennen. Der Beginn einer inzwischen 60-jährigen Freundschaft. Als gebürtiger Deutschschweizer kann Grüter übersetzen, was seine Vereinskollegen von der Schwebebahn halten.

„So was hab’ ich noch nie gesehen!“, ruft Isabelle Pantet. In Lausanne, der Nachbarstadt von Yverdon, gibt es nur eine voll automatische Metro, die keine Fahrer mehr braucht.

Roland Mathys ist vor allem vom Stahlgerüst fasziniert. Er liest sich die Tafeln zur Geschichte der Schwebebahn durch, stellt Fragen. Wann fährt die erste, wann die letzte Bahn? Das wollen einige wissen. Gut, dass Bleckmann auch noch Info-Prospekte für alle hat. Auf Deutsch und Französisch.

Vereinspräsident Raphaël Mathez hat derweil fleißig Fotos geknipst. Für ihn ist die Schwebebahn eine „Entdeckung“. Die lange Reise nach Wuppertal habe sich gelohnt. Nur einen Nachmittag und einen Morgen verbringt die Gruppe in Wuppertal. Dann geht es schon mit Zwischenstation im Schwarzwald zurück in die Schweiz.