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Warnstreik: So entwickelt sich der Streik in Wuppertal

Warnstreik : So entwickelt sich der Streik in Wuppertal

Heute trifft der Warnstreik Wuppertal: Die Streikenden legen den Nahverkehr lahm, sprich weder Schwebebahn noch Bus fahren. Auch die städtischen Kindergärten sind betroffen. Auch die Stadt weiß noch nicht, wie viel des Angebotes heute aufrecht erhalten werden kann. Im Ticker beschreiben wir fortlaufend den Streiktag.

11.36 Uhr: Wir beenden vorerst die Live-Berichterstattung zum Streik. Falls noch etwas passiert, informieren wir Sie an dieser Stelle aber weiter.

Die Kita an der Flensburger Straße bleibt am Mittwoch geschlossen.
Die Kita an der Flensburger Straße bleibt am Mittwoch geschlossen. Foto: Fischer, A. (f22)

10:24 Uhr: Auch beim Arbeitsamt in Unterbarmen wird gestreikt. Ein großes Schild am Eingang weist darauf hin, die Tür ist verschlossen. Vereinzelt werden aber auch Leute reingelassen.

Die Kita an der Flensburger Straße bleibt am Mittwoch geschlossen.
Die Kita an der Flensburger Straße bleibt am Mittwoch geschlossen. Foto: Fischer, A. (f22)

10:07 Uhr: Die Taxifahrer freuen sich über fast 50 % mehr Kundschaft. BEsonders zwischen 6:30 Uhr und 9:30 Uhr wurden die Taxen von Kunden auf der Straße angehalten. Die Stadtwerke nutzen den Streik, um die Gerüste der Schwebebahn zu inspizieren. Auch an der Haltestelle Alter Markt ist alles zu. Die Taxifahrer halten gezielt an den Bushaltestellen und informieren die Leute über den Streik und bieten ihre Dienstleistungen gezielt an.

9.20 Uhr: Nicole Dudek berichtet auf unserer Facebook-Seite, dass sie es sich mit ihrem jüngsten Sohn heute zuhause schön gemütlich macht. Den Älteren hat sie ausnahmsweise mit dem Taxi zur Schule geschickt.

Viele Pendler sind aufs Fahrrad umgestiegen.
Viele Pendler sind aufs Fahrrad umgestiegen. Foto: Fischer, A. (f22)

9.15 Uhr: Gute Stimmung am Taxistand in Ronsdorf. "Wir sind zu 80 Prozent ausgelastet", sagt Hasan Kamalak. Sonst würden seine Kollegen und er um diese Uhrzeit zu 50 Prozent ausgelastet sein. "Aus unserer Sicht darf ruhig öfter gestreikt werden", freut sich der Taxifahrer. Die Fahrgäste würden es übrigens auch mit Humor nehmen.

Auf der Dorotheenstraße staut es sich.
Auf der Dorotheenstraße staut es sich. Foto: Fischer, A. (f22)

9 Uhr: Aktuell fast 300 Kilometer Stau auf NRWs Autobahnen. Das ist mehr als sonst. Denn rund um Dortmund und Köln, wo auch gestreikt wird, geht heute nix. Die Verkehrslage aktualisieren wir regelmäßig.

8.50 Uhr: In Nächstebreck ist heute eigentlich Sperrmüll. Die meisten Anwohner haben aufgepasst: Es stehen nur vor wenigen Häusern ausgediente Möbel oder ähnliches. Die Bushaltestellen sind natürlich wenig frequentiert. Auch hier verweist ein Schild auf den Streik.

8.45 Uhr: Das Gertenhallenbad in Cronenberg ist geschlossen. Ein rotes Schild mit der Aufschrift "Streik" steht im Eingang. Gestern hatte es geheißen, nicht-streikende Mitarbeiter würden das Schwimmbad heute öffnen.

8.40 Uhr: Die Uellendahler Straße sei heute deutlich stärker befahren als sonst, sagt ein Berufspendler. Vom Röttgen kommend in Richtung Elberfelder Zentrum sei viel mehr los als an anderen Tagen um diese Uhrzeit.

8.35 Uhr: Die Streikenden sind selbst vom Streik betroffen: Auf der Autobahn ist es so voll, sie stehen im Stau. "Wir sind aber frohen Mutes, pünktlich in Köln zu sein", sagt Martin Krane am Telefon. Die Kundgebung dort beginnt um 11 Uhr. Davor will er sich noch einmal bei uns melden.

8.30 Uhr: Die Kita an der Carl-Schurz-Straße hat eine Notgruppe eingerichtet. 20 Kinder werden dort heute betreut. Sonst sind es zwölf. Nihayet Yildirim ist froh, dass es die Notbetreuung gibt. Ihr Mann und sie sind beide berufstätig und haben keine Familie in Wuppertal. "Wir sind ja bei den Streiks im vergangenen Jahr schon einiges mitgemacht", sagt sie. Sandra Krey wüsste ohne die Not-Kita auch nicht, wie der Nachwuchs betreut werden könnte. "Ich muss jetzt auch gleich weiter zur Arbeit", sagt sie.

8.15 Uhr: Die Busse, die die Streikenden zur verdi-Kundgebung nach Köln bringen, stehen an der Stadthalle bereit und sind voll. Gleich ist Abfahrt.

8.10 Uhr: Auf der Gathe läuft es verkehrtechnisch ganz gut derzeit. Der Kindergarten Flensburger Straße ist geschlossen. Eine arabisch sprechende Mutter mit zwei kleinen Kindern steht vor der Tür. Sie muss nun telefonieren, weil sie von dem Streik nichts wusste.

8.05 Uhr: Die Wiesenstraße ist fast komplett dicht

8.01 Uhr: Auf der Hochstraße ist viel los, Staus in den Seitenstraßen.

8 Uhr: Auf den Südhöhen ist rund um das Schulzentrum Süd viel los. Auch die Schulbusse fahren heute nämlich nicht. Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Bärbel Dörken hat den Fahrdienst für ihren Enkel übernommen - notgedrungen, sagt sie. Prompt kam sie auf der Hahnerberger Straße in einen Stau und musste einen großen Umweg fahren.

7.50 Uhr: Vor dem St.Anna-Gymnasium herrscht wie jeden Morgen rege Betriebsamkeit, denn auch sonst werden viele Schüler zur Schule gebracht, ist vom Sekretariat zu hören. Man habe rechtzeitig informiert, so dass sich Eltern und Schüler auf die Situation hätten einstellen können. Es gebe also keine Entschuldigung fürs zu spät kommen. Heute sind die Autoschlangen vor der Schule allerdings besonders lang, Fahrgemeinschaften wurden gebildet, und Mütter bringen Kinder zur Schule, die sonst mit dem Bus fahren würden.

7.45: Auf den Straßen wird es nun voller - die Streikumsteiger mischen sich in den ganz normalen Berufsverkehr. Auch Wim Rutjens hat heute das Auto genommen, er muss in die Varresbeck.

Auch Studentin Kirsten Haberer ist auf den Straßen unterwegs - aber mit dem Rad. Von der Talachse strampelt sie zur Uni hoch, auch bei Regen: "Es gibt kein schlechtes Wetter nur die falsche Kleidung. Und beim Radeln wird einem Warm. Gesund und fit hält es eh", schreibt die junge Frau auf unserer Facebook-Seite.

7.30 Uhr: Guten Morgen aus dem Elberfelder Zentrum: Verkehr auf der Gathe läuft, noch gibt es keine Staus Auch sonst ist es ruhig, sagen Pendler, die regelmässig um diese Uhrzeit unterwegs sind.

An der Schwebebahnstation ist Johanna Schröder als Pendlerin unterwegs. Sie kommt aus Köln, hat Funktions-Kleidung an und versucht, vom Hauptbahnhof zur Rudorffstraße zu trampen.

Petra Samara nimmt heute die Bahn statt Bus und Schwebebahn nach Solingen zur Arbeit. Zum Bahnhof ist sie mit dem Fahrrad gekommen. Viel mehr los als sonst sei um diese Uhrzeit noch nicht, aber: Es ist ja auch noch früh.

Nikolina Saraguiova steht mit dem Fahrrad von der S-Bahn, um von Elberfeld nach Oberbarmen zur Arbeit zu fahren. Vom Streik hat sie erst gestern erfahren, und hofft dass alles gut funktioniert.

Am Taxistand des Hauptbahnhofs steigt Christian Heer gemeinsam mit vier anderen Kollegen in ein Taxi zur Arbeit auf die Südhöhen. Es wurde ein wenig eng im Wagen. Insgesamt stehen nur wenige Taxis am Bahnhof, alle sind streikbedingt unterwegs und gut ausgelastet heute.

7 Uhr: Kerstin Becker hat es gut, denn sie konnte sich auf den Warnstreik vorbereiten. "Ich habe die Arbeit von Montag auf heute gelegt, da ich heute in Elberfeld unterwegs bin, wo alles zu Fuß erreichbar ist", schreibt sie auf unserer Facebook-Seite.

Rathaus: Wer schon vor Wochen telefonisch oder online einen Termin beim Einwohnermeldamt gebucht hat, muss sich nicht ärgern, den falschen Termin erwischt zu haben „Spontane Besucher haben allerdings am Mittwoch keine Chance“, fügt sie hinzu. Für die Zulassungsstelle geht die Stadt von normalen Betriebsabläufen aus. Auch das Standesamt wird seine Termine abarbeiten.

Kindergärten: Auch am Mittwoch werden wieder zahlreiche städtische Kitas in Wuppertal geschlossen bleiben. „Die Stadt geht davon aus, dass die Kita-Mitarbeiterinnen die Eltern wie schon bei früheren Streiks rechtzeitig darüber informiert haben, dass ihre Kita geschlossen bleibt“, sagt Kathrin Petersen.

Nahverkehr: Große Probleme werden Nutzer von Bussen und Bahnen haben, denn die werden am Mittwoch nicht fahren, wie die Stadtwerke mitteilen. Auch die Kundencenter bleiben geschlossen.