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So denkt die Gastrobranche in Wuppertal über die 2G-Regel

Corona-Pandemie : So denkt die Gastrobranche in Wuppertal über die 2G-Regel

Die 2G-Regel wird in Wuppertal momentan heiß diskutiert. Soll nur noch Geimpften und Genesenen der Zutritt zu Restaurants und Veranstaltungen gewährt werden? Die WZ hat sich bei Gastrobetrieben und Passanten umgehört.

Seit der am 20. August aktualisierten Corona-Schutz-Verordnung gilt in Nordrhein-Westfalen: Wer nicht geimpft, genesen oder einen maximal 48 Stunden alten negativen Schnelltest vorweisen kann, muss mit einigen Einschränkungen im alltäglichen Leben rechnen. In der Gastronomie  ist dem jeweiligen Eigentümer zum Beispiel freigestellt, ob er die sogenannte 2G- oder 3G-Regelung durchsetzt. Ob Kunden auch in Zukunft mit einem Test in Bars und Restaurants gehen dürfen, also 3G- anstatt 2G-Regel gelten darf, steht  aktuell zur Diskussion in Wuppertal.

Wenige Beschwerden von
Gästen in Bezug auf 3G-Regel

Wer das „Swane-Café“ im Luisenviertel besuchen möchte, der muss sich an die 3G-Regel halten. Probleme würde es dabei keine geben. „Beschweren tut sich da niemand“, versichert Geschäftsführerin Selly Wane. Es sei jedoch ein großer Aufwand, alle Besucher zu kontrollieren, erklärt sie. Über 2G anstatt 3G habe sie sich zwar bis jetzt keine Gedanken gemacht, wäre jedoch bereit für eine Einführung der 2G-Regel in ihrem Lokal – sollte es notwendig sein. Ähnlich läuft es in der Elberfelder Bar „Sausalitos“. Auch dort würde es keine Komplikationen mit dem Einhalten der dort herrschenden 3G-Regel geben. Nur wer sich im Außenbereich aufhalten möchte, brauche keinen Nachweis für „verringertes Infektionsrisiko“, erklärt Marc Sonneborn, Geschäftsführer des Lokals. Lediglich im Innenraum müsste in der Bar ein Beleg für eines der drei „G“ geliefert werden.

Kontrolle führt zu Verzögerungen im Gastrobetrieb

Auch in der Eisdiele „Mandoliti“ am Laurentiusplatz dürfen sich Besucher im Außenbereich ohne Nachweis bedienen lassen. Wer jedoch ins Innere möchte, der muss die 3G-Regel erfüllen. Aufgrund der Kontrollen würde es dabei zu Verzögerungen bei der Bedienung kommen, erzählt Geschäftsführerin Rosana Gagliano. „Kunden haben dabei oft keine Geduld“, beklagt sie.

Bei den Gästen selbst gibt es gemischte Gefühle im Hinblick auf die 3G-Regeln. „Ich finde die 3G-Regel in Ordnung“, sagt Melis Tuekoglu (19), Passantin aus der Elberfelder Innenstadt. Auf diese Weise würde ihrer Meinung nach kein Impfzwang entstehen. In Restaurants konnte sie bezüglich der Regeln weder von Seiten des Personals, noch von Besuchern  Verstöße beobachten.

„Manchmal in Einkaufsläden sehe ich  aber  Menschen ohne Maske. Das macht mich dann persönlich schon etwas sauer und das Personal tut meistens auch nichts dagegen“, berichtet sie. Auch Passantin Rachida Nacire (39) hat bis jetzt keine Komplikationen beim Einhalten der Regeln erlebt. „Bis jetzt war ich aber nur in Außenbereichen essen“, sagt sie lächelnd. Sie selbst sei nämlich  nicht geimpft.

Mandeeb Kaur (41), Passantin im Luisenviertel, hat eine andere Sicht auf die Dinge. Eine 2G-Regel fände sie gut. „Ich wünsche mir nämlich weniger Maskenpflicht“, erläutert sie. Die zwei am Laurentiusplatz spazierenden Ingo Cordt (53) und Frank Borock (54), vertreten ähnliche Ansichten zur 2G-Regel. „Gerade in Wuppertal als Hochrisikogebiet tendiere ich zu einer 2G-Regel“, sagt Ingo Cordt unter zustimmendem Nicken Borocks. In Restaurants hätte sich ihrer Erfahrung nach jeder an die geltenden Regeln gehalten. „Auch bei Veranstaltungen, die wir bis jetzt besucht haben, wurde immer streng auf die Einhaltung der Regeln geachtet“, so Cordt.