Sind die Beyenburger Schwäne nun in Herbringhausen?

Sind die Beyenburger Schwäne nun in Herbringhausen?

Eine Schwanenfamilie wird vermisst, Besucher des Sees vermuteten eine Umsiedlung der Tiere, doch das ist laut Wupperverband nicht der Fall.

Beyenburg/Herbringhausen. Der Verbleib einer Schwanenfamilie beschäftigt Tierfreunde im Wuppertaler Osten: „Seit Jahren erfreue nicht nur ich mich an dem Schwanenpaar auf dem Beyenburger Stausee“, schreibt Tanja Volkenborn-Brink der WZ. „In diesem Jahr hatte das Schwanenpaar sogar fünf Junge, nachdem es im vergangenen Jahr zwei waren, denen wir uns nach einer Rettungsaktion besonders verbunden fühlten.“ Bis zum Spätsommer seien es also fünf Junge mit ihren Eltern gewesen. „Nachdem ich nun einige Zeit nicht am Stausee gewesen bin, musste ich kurz vor Weihnachten erfahren, dass die Schwäne ’umgesiedelt’ worden seien, und zwar auf die Herbringhauser Talsperre. Dort findet sich nun tatsächlich ein Schwanenpaar, allerdings mit drei Jungen.“

Die Herbringhauser Talsperre habe keine Wiesen und das Wasser ist zu „sauber“ für Schwäne, kritisiert Tanja Volkenborn-Brink. Sie fragt sich, von wem und warum die Umsetzung veranlasst wurde. Doch offenbar war niemand dahingehend tätig, wie die WZ auf Rückfrage erfährt.

Bei der Stadtverwaltung verweist man auf den für das Gewässer zuständigen Wupperverband. Doch Ilona Weyer weiß nach Rückfrage bei den zuständigen Stellen von keiner Rettungs- oder Umsiedlungsaktion der Tiere zu berichten. „Uns ist in der Sache nichts bekannt“, sagt die Sprecherin des Wupperverbandes. Auch gebe es keine regelmäßige Umsiedlung von Wasservögeln oder anderen Tieren der Gewässer: „Sollten wir davon Kenntnis erhalten, dass ein Tier in Notlage ist, greifen wir ein“, erklärt Weyer. Womöglich hätten die Schwäne den Beyenburger Stausee schlicht selbst verlassen. Auch könne nicht ohne weiteres festgestellt werden, ob es sich bei den auf der Herbringhauser Talsperre gesichteten Schwänen tatsächlich um die Tierfamilie vom Beyenburger See handele. Und natürlich müsse auch immer in Erwägung gezogen werden, dass nicht alle Jungen es bis ins ausgewachsene Alter schaffen. Es bleibt die Hoffnung: Vielleicht sind die Schwäne ja nur zeitweise verschwunden und kommen nach Beyenburg zurück.