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Döppersberg: Silberlöwen müssen repariert werden

Döppersberg : Silberlöwen müssen repariert werden

Tiere an der Bahndirektion waren mit Graffiti beschmiert, der Kunststoff ist gebrochen.

Die beiden silbernen Löwen, die seit Eröffnung des neuen Bahnhofsvorplatzes im Herbst 2018 vor der ehemaligen Bahndirektion stehen, brauchen eine Überarbeitung. Deshalb sind aktuell die dunklen Sockel auf dem Vorplatz leer. Die Tiere sollen wiederkehren. Und irgendwann von den Bronzelöwen abgelöst werden, die ursprünglich vor der Direktion standen.

Diese waren Abbilder von zwei Bronzelöwen mit bewegter Geschichte: 1833 schuf sie der Bildhauer Wilhelm Joseph Imhoff für das damals neue Rathaus von Elberfeld am Turmhof schuf, heute das Von der Heydt-Museum. 1887 zogen sie vor die neue Badeanstalt am Brausenwerth. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Löwe zerstört, der andere fand lange Unterschlupf bei der Firma Blumhardt in Vohwinkel. Weil sich viele Bürger die Löwen zurückwünschten, ließ die Stadt 1965 Abdrücke machen und zwei neue Löwen gießen, die 1967 vor der Bahndirektion aufgestellt wurden.

Der verbliebene Originallöwe fand schließlich auch zurück in die Öffentlichkeit. Mit Hilfe der WZ-Aktion „Rettet die Löwen“ konnte 1993 seine Aufarbeitung finanziert werden. 20 000 Mark sammelten die Bürger, stimmten auch über den neuen Standort ab und wählten den Willy-Brandt-Platz. 1994 wurde der Löwe mit einem Fest aufgestellt. Seitdem ist er ein beliebtes Reittier für Kinder.

Das sind wohl auch die silbernen Plastiklöwen. „Es muss sehr viele Fotos von Kindern auf den Löwen geben“, ist Andreas Klein von der Projektleitung Döppersberg überzeugt. Doch anders als ihre bronzenen Brüder halten die Kunststofftiere das nicht gut aus. „Dafür waren die nicht vorgesehen“, so Andreas Klein. Am Rücken ist der Kunststoff gebrochen. Zudem sind sie mit schwarzem Filzstift verunziert.

Ohnehin seien sie nur eine Übergangslösung, betont Klein. Denn eines Tages sollen die alten Löwen wieder vor der Bahndirektion stehen. Sie wurden zu Beginn der Bauarbeiten abgebaut und eingelagert. Marc Weisener, Sprecher der Clees-Gruppe, der das Gebäude gehört, versichert: „Die sollen wieder ihren Platz bekommen.“

Bei Fertigstellung des Döppersbergs konnten dank Sponsoring zwei Löwen aus Remscheid erworben werden, die dort wie in Wuppertal die Pinguine zum Stadtbild gehören. Jetzt werde geprüft, wie und für welchen Preis und Aufwand sie repariert werden können, erklärt Klein.