Sie bringen Nächstebreck voran

Sie bringen Nächstebreck voran

Beim Jahresempfang des Bürgervereins bekam Peter Schmitz das Goldene Wappen verliehen.

Nächstebreck. Peter Schmitz war sichtlich gerührt. Der Vorsitzende des TSV Fortuna Wuppertal bekam auf dem Jahresempfang des Bürgervereins Nächstebreck das Goldene Nächstebreck Wappen verliehen. Es ehrt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um den Stadtteil verdient gemacht haben. „Sein Motto ist ,Wir holen die Kinder von der Straße‘ und so ist er seit Jahrzehnten generationenübergreifend tätig und führt Jung und Alt zusammen“, würdigte Hermann J. Richter den sportbegeisterten Schmitz, der seit 2001 als Trainer tätig ist. Ihm verdankt der Verein die Einrichtung des Kunstrasenplatzes im Jahr 2009.

Lachende Gesichter gab es auch bei der Übergabe von drei 500 Euro-Schecks durch den Bürgerverein. Der Nächstebrecker Turnverein, der Förderverein der freiwilligen Feuerwehr und der TSV Fortuna bekamen ihn jeweils überreicht. Hermann J. Richter, Vorsitzender des Bürgervereins, lobte die gute Zusammenarbeit der Vereine untereinander und die gemeinsamen Aktivitäten, bei denen auch Gelder in die Kasse kommen. „So können wir immer wieder unterstützen.“ Nicht umsonst ist das Motto in Nächstebreck „Gemeinsam sind wir stark“.

Dank des Engagements des Fördervereins Gemeindesaal Hottenstein konnte der Raum saniert und als Veranstaltungsort für den Jahresempfang genutzt werden. Richter blickte zurück auf erfolgreiche Veranstaltungen wie die erste Maiwanderung, das Osterfeuer mit rund 5000 Besuchern oder die Unterschriftenaktion gegen die Ansiedlung eines Gewerbegebietes östlich der Nächstebrecker Straße: „Hier konnten wir einen guten Kompromiss erzielen.“

Dann gab es einen Ausblick in die Zukunft. Am 6. Juli findet der jährliche Dämmerschoppen statt und in diesem Jahr wird der Bürgerpark beleuchtet sein. „Nun muss keiner mehr durch den dunklen Park laufen“, so Richter.

Besonderer Gast des Abends war Oberstaatsanwalt Wolf Tillmann Baumert, Leiter der Abteilung Wirtschaftskriminalität und Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Wuppertal, daher auch vielen aus dem Fernsehen bekannt. „Spannender als ein Krimi — wie Straftaten wirklich verfolgt werden“ war sein Vortragsthema. Wie im Tatort funktioniere es nicht, vielmehr sind viele kleine Ermittlungsschritte nötig, um einen Fall aufzuklären: Die Betroffenen befragen, Verdächtige ermitteln und ihnen die Tat nachweisen. „Mikrospurenarbeit ist heute die Kriminaltechnik“, so Baumert. Auch von Mitleid mit Tätern berichtete er, vom Familienvater, der aus Geldnot mit einer Spielzeugpistole einen Überfall begangen hat. „Täter sind oft Menschen wie du und ich.“ Aber auch die andere Seite zeigte er auf und berichtete zum Beispiel von Fällen, bei denen sich der Verdächtige letztlich als unschuldig erwies.

Was halten Sie vom neuen Polizeigesetz in Bayern? Gibt es Gefährder im Bergischen? Finden Sie die Bestrafungen nicht oft als zu milde? Baumert stellte sich den Fragen der Besucher. „Wir suchen momentan Schöffen. Wenn Sie dieses Amt annehmen, merken Sie, wie schwer es ist, ein Urteil zu fällen“, sagte er.

Eingerahmt wurde der Empfang von dem Chor „Canzonas“ aus Sprockhövel. Unter der Leitung von Frauke Schittek gab es, in passender Kostümierung, Musik von der Rocky Horror Picture Show bis Abba.

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