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Selbstversuch: Walter und das Kneipen-Quiz

Selbstversuch: Walter und das Kneipen-Quiz

Wie ein WZ-Team inkognito beim Frage- und Antwort-Spiel im „Dino“ abschnitt.

Wuppertal. Er kam als Postillon in Trachten, und eroberte so einst mit Wim Thoelke die Herzen der Spender für die Aktion Sorgenkind: Walter Spahrbier. Unter seinem Namen schlich sich unlängst ein zweiköpfiges WZ-Team in die Gaststätte "Dino", um dort am Kneipen-Quiz teilzunehmen. In England gibt’s das an jeder Ecke. In Wuppertal ist das neu. Also wird getestet.

Walter müsste in der ersten Runde einen glatten Durchmarsch hinlegen, geht es doch um Tagesgeschehen und damit um das journalistische Einmaleins. Doch was auf der Zunge liegt, will nicht immer zu Papier.

Vier Zettel hat der Wirt Martin Fährmann an jedes der zehn Teams verteilt. Zwei Themenblöcke pro Zettel, sechs Fragen pro Themenblock. WZ-Tester "Walter Spahrbier" sitzt brütend an seinem Tisch, gleich neben dem Team "Shambala", das Monat für Monat den Tagessieg - ein Freigetränk - abräumt: "Verdammte Streber!"

Die gewiefte Nachbarschaft treibt Walter den Angstschweiß auf die Stirn. Welcher Kölsch-Rock-Star wurde als Schüler eines katholischen Internats Opfer von Missbrauch? Ja klar, dieser, eh, dieser. Genau der (BAP-Chef Niedecken ist gemeint, Anmerkung der Redaktion).

Fährmann ist gnädig und gibt die Chance zu einem Zusatzpunkt. Aber seine Frage erinnert sehr an die "Ritter der Kokosnuss". "Wie schnell fliegt eine Schwalbe?", will da der Brückenwächter wissen. Nur die richtige Antwort liefert den Passierschein über die Brücke des Todes. Was im Film durch eine Gegenfrage zum Ableben des Brückenwächters führt, löst sich im richtigen Leben nicht so leicht auf. Wie heißt der eruptierende Vulkan auf Island und wie genau schreibt er sich? Irgendwie so Eyafalla-Dingsbums. Nun mal ordentlich konzentrieren und beim Thema Verkehr die versägten Punkte der ersten Runde ausbügeln.

Der Schnellzug Shinkansen, aber klar, fährt durch Japan. Ja Walter, Du schaffst es. Doch so ein Käse, das naturtrübe WZ-Team hat den Joker auf Essen und Trinken gesetzt und soll jetzt damit rausrücken, welcher Käse nicht hart, sondern weich ist.

Walter sieht das Rate-Team "Fähnlein Fieselschweif" wie einen Schnellzug an sich vorbei brettern. Immerhin hält er sich tapfer gegen die "Royal Highnesses" und "Dobermann". Den Letzten beißen die Hunde, das bleibt Spahrbier erspart. Er landet am Ende im prächtigen Mittelfeld, könnte sich aber in den Hintern beißen - oder in den Stilton, den blöden, blauen, schimmeligen Weichkäse. Für den Tagessieg und damit ein mögliches Freibier hat’s jedenfalls nicht gereicht.