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Selbstmord im Wuppertaler Gefängnis

Selbstmord im Wuppertaler Gefängnis

Nur Tage nach zwei Suiziden im Gefängis von Siegburg, nahm sich in der JVA Simonshöfchen ein 27-Jähriger am Wochenende das Leben.

Wuppertal. Ein 27 Jahre alter Strafgefangener ist in seiner Zelle in Wuppertal tot aufgefunden worden. Der Mann habe sich am Wochenende selbst das Leben genommen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Er war in einer Einzelzelle in der JVA Simonshöfchen in Vohwinkel untergebracht und wurde am Samstagmorgen leblos gefunden.

Die Sicherheit der Häftlinge in NRW-Gefängnissen ist seit kurzem erneut in der Diskussion, nachdem sich innerhalb von vier Tagen zwei Insassen der berüchtigten JVA Siegburg in ihren Zellen erhängt hatten. Am Mittwochmorgen war ein 20- Jähriger, der wegen Mordes anseiner Ex-Freundin zu neun Jahren Jugendstrafe verurteilt worden war,tot in seiner Einzelzelle gefunden worden.

Erst am vergangenen Sonntaghatte sich ein 19 Jahre alter Häftling, der wegen Eigentumsdelikteneine Jugendstrafe verbüßte, am Fenstergitter seiner Zelle erhängt.

Zuletzt geriet die JVA Simonshöfchen im Mai 2006 wegen eines Vorfalls in die Schlagzeilen: Damals hat ein Untersuchungshäftling (43) versucht, sich in seiner Einzelzelle das Leben zu nehmen. Er wurde von Wachleuten bewusstlos gefunden und ins Krankenhaus gebracht. Auch dieser Mann galt laut Anstaltsleitung nicht als suizidgefährdet und hatte noch am Vortag ein Gespräch mit dem Anstaltsarzt und einer Psychologin geführt.