SEK-Einsatz in Wuppertaler Internetcafé

Polizei : SEK nimmt Verdächtige in Internetcafé in Heckinghausen fest

Nach einem Raubüberfall am Samstag griff die Polizei am Sonntagabend in und vor einem Internetcafé in Heckinghausen zu.

Von Katharina Rüth

Spezialeinheiten nahmen am Sonntagabend gegen 21 Uhr in und vor einem Internetcafé in Heckinghausen Verdächtige fest, die an Raubüberfällen beteiligt gewesen sein sollen. Das teilte die Polizei in der Nacht zu Montag mit.

Vorausgegangen war am Samstag ein Überfall auf einen Vohwinkeler (53), der seinen Laptop über das Internet verkaufen wollte. Als er dem vermeintlichen Käufer am Samstagabend gegen 18 Uhr seine Wohnungstür öffnete, soll der Mann vor der Tür ihn unvermittelt mit Faustschlägen angegriffen und versucht haben, ihn in die Wohnung zu drängen. Als der Verkäufer laut um Hilfe rief, flüchtete der Täter.

Weitere Ermittlungen brachten die Polizei auf die Spur eines polizeibekannten Trios (17, 21, 30 Jahre), das im Verdacht steht, mindestens ein weiteres ähnliches Raubdelikt begangen zu haben. Zudem bestand der Verdacht, dass mindestens eine der Personen in Besitz einer scharfen Schusswaffe sein könnte.

Deshalb erfolgte am Sonntag gegen 21 Uhr in und vor dem Internetcafé an der Heckinghauser Straße ein Festnahmezugriff durch Spezialeinheiten der Polizei. Einer der Verdächtigen befand sich nach Angaben von Wolf-Tilman Baumert, Sprecher der Staatsanwaltschaft, im Internetcafé, zwei saßen in einem Auto vor dem Geschäft. Bei der Festnahme wurde auch eine Schreckschuss-Pistole sichergestellt.

Weiterer Überfall soll auch
auf ihr Konto gehen

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kamen vor dem Café mehrere Menschen zusammen, um sich gegen die Polizei zu wenden, die Polizei habe Verstärkung anfordern müssen. Mehrere Personen seien kurzzeitig festgesetzt worden. Verletzt worden sei niemand, es sei auch kein Sachschaden entstanden.

Die Männer sollten am Montag dem Haftrichter vorgeführt werden, sagte Wolf-Tilman Baumert. Die Ermittler gehen davon aus, dass ein ähnlicher Überfall am 9. Dezember in Elberfeld auch auf das Konto der drei geht. Damals hatte ein Mann eine Uhr und ein Handy inseriert, ein angeblicher Käufer kam zu seiner Wohnung, ließ sich die Gegenstände zeigen und schlug den Verkäufer dann zusammen. Baumert sagte, der Täter habe dem Geschädigten sogar noch gedroht, ihn „abzuknallen“, wenn er sich bewege. Ebenso wie bei dem aktuellen Überfall in Vohwinkel sollen die zwei anderen Täter in der Nähe gewartet haben.

(Red/kati)
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