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Projekt: Seilbahn-Experte distanziert sich von Seilbahn-Gegnern

Projekt : Seilbahn-Experte distanziert sich von Seilbahn-Gegnern

Wuppertal. Der Seilbahn-Experte Dr. Heiner Monheim distanziert sich entschieden von der Wuppertaler Bürgerinitiative „Seilbahnfreies Wuppertal“. Diese habe ihn mehrmals als „Kronzeugen gegen das Seilbahnprojekt“ genannt, darunter in einer Stellungnahme, die in der WZ veröffentlicht worden ist.

Der Verkehrswissenschaftler betont jedoch, dass eine Seilbahn den Öffentlichen Nahverkehr deutlich attraktiver und leistungsfähiger machen würde. Auch der Radverkehr würde durch eine Seilbahn wachsen. „Mich als anerkannten Seilbahnplaner als Kronzeugen gegen urbane Seilbahnen für Wuppertal zu benennen, ist ziemlich unverschämt“, schreibt er und fügt an, dass er Stadt und WSW bereits vor Jahren vorgeschlagen habe, eine Seilbahn in Wuppertal zu prüfen.

Die Initiative habe kritische Anmerkungen, die er unter anderem im Stern gemacht hat, „ziemlich sinnentstellend aus dem Zusammenhang gerissen“, sagt Monheim. Der Autor des Planungshandbuches „Urbane Seilbahnen“ habe großes Interesse an dem Wuppertaler Projekt. Die Stadt sei aufgrund der Topographie und Siedlungsstruktur „sehr gut geeignet“ und könne ein relevantes Beispiel für urbane Seilbahnen sein, heißt es in der Stellungnahme.

Dr. Heiner Monheim sieht mehrere Korridore für eine Wuppertaler Seilbahn, die erhebliche Verkehrsverbesserungen bringen würden. „Aber sicher ist die Verbindung zum Uni-Campus und Schulzentrum eine sehr naheliegende Option“, schreibt der Verkehrswissenschaftler.

Er sieht einen Masterplan „Weiterentwicklung des ÖPNV in Wuppertal“, der „schmerzliche Angebotslücken“ findet und Lösungen anbietet. Er hält die Seilbahn für eine Option, die geprüft werden muss und in das bestehen System integriert werden könne.