Sechs Wochen Baustellen-Stillstand auf der Kuhler Bachstraße.

Baustelle : Sechs Wochen Baustellen-Stillstand

Die Kuhler Bachstraße wurde in Folge des Unwetters im Mai unterspült und beschädigt.

Die Schäden, die durch das schwere Unwetter im vergangenen Mai in Wuppertal entstanden sind, sind noch immer nicht vollständig behoben. Wie zahlreiche andere Straßen auch, wurde die Kuhler Bachstraße in Barmen in Folge des Unwetters unterspült und schwer beschädigt. Die Straße kann seitdem nicht mehr befahren werden. Kurz nach dem Unwetter begannen die Straßenbauer der Stadt mit den Reparaturarbeiten. Seit nunmehr sechs Wochen ruhen die Bauarbeiten.

Brodowski hat kein Verständnis
für die ruhenden Arbeiten

„Ich nutzte diese Straße normalerweise als Durchfahrtsstraße, wie viele andere hier auch“, erzählt Joachim Brodowski. Er wohnt in der Kiefernstraße, in unmittelbarer Nähe zu der Baustelle. Er hat kein Verständnis dafür, dass die Bauarbeiten nun bereits seit so vielen Wochen still liegen. Zudem sehe es an der Straße so aus, als ob eine Wasserleitung bei den Arbeiten beschädigt wurde. „Ich habe jedenfalls gesehen, dass da etwas an der Leitung wieder repariert wurde“, erklärt Joachim Brodowski.

Für die Straßenbauer der Stadt stellten sich die Schäden an der Straße als größeres Problem heraus als gedacht. Aufgrund eines zu geringen Abstandes zwischen dem Asphalt, einem darunter liegenden Kanal und den unmittelbar darunter liegenden Versorgungsleitungen für Gas, Wasser und Strom habe man die Arbeiten abbrechen müssen. Ansonsten laufe man Gefahr, so ein Sprecher der Stadt, die Leitungen zu beschädigen. Die Versorgungssicherheit habe hier Vorrang. Schließlich habe man laut Stadt die Sache an die Wuppertaler Stadtwerke weitergegeben.

Die Versorgungsleitungen
müssen neu gelegt werden

Ein Sprecher der WSW bestätigte, dass die Gas-, Wasser- und Stromleitungen unterhalb des Asphalts nun erstmal neu gelegt werden müssten. Dies befände sich zur Zeit noch in der Planung. Dass die bestehenden Leitungen bei den Bauarbeiten beschädigt wurden, konnte er allerdings nicht bestätigen.

Mit der Verlegung der neuen Leitungen soll in der 41. Kalenderwoche, also ab dem 8. Oktober, begonnen werden. Erst danach könne neu asphaltiert werden, und dafür sei dann wiederum die Stadt zuständig. Laut WSW sollen die Bauarbeiten inklusive Asphaltarbeiten Mitte November abgeschlossen sein. Die Versorgungssicherheit werde dabei durchgehend gewährleistet. Der Termin für das Ende der Bauarbeiten sei jedoch witterungsabhängig. Da zudem die Stadt für die Asphaltierung zuständig sei, gebe es von den Stadtwerken keine Garantie für eine Fertigstellung der Bauarbeiten im November.

Die Stadtwerke rechnen mit Kosten in Höhe von rund 60 000 Euro für die Neuverlegung der Leitungen. Die Kosten für den Straßenbau kämen da noch oben drauf.

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