Schwuppi und ihre Abenteuer

Schwuppi und ihre Abenteuer

Schwebebahn ist die Heldin im Kinderbuch von Lucia D’Armento Sahin.

Wuppertal. Schwuppi ist etwas Besonderes. Sie hat die Räder oben und sieht überhaupt anders aus als die Straßenbahnen, die neben ihr im Werk auf die Auslieferung warten. Sie hänseln sie, weil sie nicht so ist wie sie. Nur ihr kleiner Freund Pepito hält zu ihr.

Schwuppi ist Lucia D’Armento Sahin beim Schreiben ans Herz gewachsen. „Sie ist mein zweites Kind“, lacht die Autorin. Sie hat der Schwebebahn ein Gesicht gegeben und ihr auf dem Weg nach Wuppertal ein spannendes Abenteuer angedichtet. Die Idee zu dem Kinderbuch kam von ihrem siebenjährigen Sohn: „Er hat mich mal gefragt, warum die Schwebebahn keine Augen und keinen Mund hat.“

Als die Wuppertalerin erfuhr, dass die WSW neue Bahnen ins Rollen bringen wollen, nahm ihre Geschichte Formen an. „Schwuppi hat eine Seele bekommen und ein Eigenleben entwickelt“, sagt ihre Erfinderin. Sie wollte das Wahrzeichen ihrer Heimat so fantasievoll gestalten, dass sich vor allem die Kinder mehr damit identifizieren. „Ob das gelungen ist, muss sich erst noch zeigen.“

Denn Schwuppis Reise an die Wupper erscheint pünktlich zur Ankunft des ersten neuen Wagens am Samstag, 14. November. „Anlässlich des Festes rund um den Vohwinkeler Bahnhof stellen wir das Buch vor“, sagt Verlagsmanagerin Sandra Balcke. Sie hat den Entstehungsprozess begleitet: „Mir gefallen besonders die beiden Ebenen: einmal das Regionale mit dem personifizierten Verkehrsmittel und dann die Geschichte über den Glauben an sich selbst, Freundschaft und Vielfalt. Das ist gut gelungen.“ Sie wünscht sich noch weitere Abenteuer von Schwuppi und Pepito.

Eine Fortsetzung kann sich Lucia D’Armento Sahin sehr gut vorstellen. Zunächst freut sie sich jedoch darauf, mit ihrem Sohn in der Erstausgabe zu blättern: „Er hat mir beim Schreiben immer wieder Tipps gegeben und kann es kaum noch erwarten. Denn er kann inzwischen selbst lesen.“ Sie möchte die Botschaft vermitteln, dass niemand sich einschüchtern lassen soll, weil er anders ist.

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