Schwimmoper: Viel Lob am ersten Öffnungstag

Schwimmoper: Viel Lob am ersten Öffnungstag

Das Stadtbad auf dem Johannisberg war am Montag erstmals regulär geöffnet. Die meisten Besucher waren sehr angetan.

Wuppertal. "Ich bin sehr beeindruckt", schwärmt Beate Wiedemann. "Das ist alles ganz toll geworden und gefällt mir sehr gut." Als regelmäßige Schwimmerin - drei Termine pro Woche sind bei der Wuppertalerin Standard - hat sie "ihre" Schwimmoper in der Phase der Kernsanierung "wahnsinnig" vermisst. Dass nun beim ersten Besuch nach dem Umbau ihre Rabattkarte nicht mehr gilt, "das ist schade, aber das wusste ich schon".

Anderen Besuchern wie Monika Jäkel musste Stadtbad-Mitarbeiterin Maeggi Kazzaz immer wieder erklären: Die herkömmlichen Tarife gelten noch immer in den Bädern Vohwinkel, Langerfeld sowie allen Freibädern, nicht aber in der Schwimmoper.

Das leuchtete dann auch mürrischen Gästen wie Josef Makwand ("Immer wird alles teurer") ein, der ebenso wie Volker Niklas beherzt zum Tagesticket griff. "Erst mal gucken, wie das alles so ist."

Das alles, so Bad-Mitarbeiter Volker Küchler, klappte am Montag eigentlich "wie am Schnürchen". Neben den neuen Tarifen wurde nach Öffnungszeiten und vor allem nach Wegen gefragt. Ansonsten überwog das Lob. Die "besonders angenehme Temperatur" schätzten etwa Annemarie Baur und ihre Reha-Kollegin Marlies Lehmann.

Gemeinsam tummelten sich die Seniorinnen im vormaligen Lehrschwimmbecken, das jetzt mit mehr als 30 Grad Wohlfühltemperatur als so genanntes Bewegungsbecken genutzt wird. "Wie hübsch das alles ausschaut", lobten die Damen den Retro-Look. "Hier ist ja nichts mehr wie früher und hat trotzdem den Stil aus alten Zeiten."

Eine andere Art der Wärmebehandlung genoss Svenja Reith. Die Studentin lümmelte auf einer der Liegen im Ruhebereich der Saunalandschaft. "Gut, der Außenbereich muss noch fertig gestellt werden", verwies Saunameister Kurt Bever auf ein noch zu gestaltendes Areal.

Hugo Hermann hingegen lobte schon jetzt die "verschiedenen Saunen mit diversen Temperaturen und unterschiedlichen Hölzern". Eines der Glanzlichter des neuen Betriebes ist der Salzraum, in dem bei 22 Grad Celsius Salz aus dem Himalaya verdampft.

Eine halbe Stunde dieser Wellness-Maßnahme ersetzt nach Kennermeinung den zweitägigen Besuch an der Nordsee. "Hier habe ich alles, was ich für einen entspannenden Tag brauche", fasste Svenja Reith zusammen. "Und nebenbei ist alles geschmackvoll gestaltet."

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