Schwebebahn: Vor einem Jahr stürzte die Stromschiene ab

Ein Jahr danach : Schwebebahn: Das passierte seit dem Absturz der Stromschiene

Am 18. November 2018 fiel das Teil auf einer Länge von 350 Metern vom Gerüst. Die Schwebebahn sollte bis August 2019 stillstehen.

Es war ein Sonntagmittag, als die Stromschiene der Schwebebahn auf das Auto von Dominik Budschun stürzte. Es stand mit seinem Wagen an der Ampel Siegfriedstraße, sollte auf die Friedrich-Ebert-Straße fahren als es einen lauten Knall gab. Die 350 Meter lange Stromschiene, die pro Meter 17 Kilogramm wiegt, war auf den hinteren Teil seines Fahrzeugs gefallen. Der Fahrer blieb ohne Verletzungen, der Wagen wurde abgeschleppt - und die Schwebebahn sollte monatelang nicht mehr fahren.

Was mit dem Schrecken für einen Autofahrer startete sollte zur längsten Pause der Schwebebahn in der Geschichte dieses einzigartigen Gefährts werden. Bis zum 1. August 2019 sollte sie stillstehen. Und auch danach sprichwörtlich nicht mehr ganz in der Schiene liegen.

Nach dem Unfall folgten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, Untersuchungen der Stadtwerke und die Entwicklung einer zusätzlichen Sicherung der Stromschiene, bevor die Schwebebahn am 1. August 2019 wieder die Fahrt aufnehmen konnte.

In der Zwischenzeit waren alle Wagen der Generation 1972 durch die neuen, himmelblauen Wagen ersetzt worden. Die alten Wagen drehten kurz vor der Betriebsaufnahme noch eine Ehrenrunde an einem Sonntag im Juli, ohne Passagiere.

Die Schwebebahn hat im September ein neues neues Betriebssystem bekommen. Dadurch sollte die Fahrt mit bis zu 60 kmH und der zwei-Minuten-Takt möglich werden - stattdessen steht sie immer wieder still.

Zudem stellte sich im Oktober heraus, dass die Drehgestelle, Fahrgestell und Motor zugleich, minimale Risse aufweisen und wohl auf lange Sicht ausgetauscht werden müssen.