Schwebebahn fährt zu lauter Experimenten

Schwebebahn fährt zu lauter Experimenten

Junior Uni und Stadtwerke luden Kinder, Eltern und Großeltern zum Tüfteln ein.

„Schwebt mit uns von Station zu Station“ — dazu hat die Junior Uni gemeinsam mit den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) Wissbegierige eingeladen. Anlass zu diesem tollen Forscherfest war der zehnte Geburtstag, den die Junior Uni in diesem Jahr begeht.

An zehn Schwebebahn-Haltestellen quer durch die Stadt hatten die Organisatoren spannende Experimentierstationen aufgebaut. Hier durfte getüftelt, ausprobiert und Neues entdeckt werden. Wer alle Stationen besucht, mitgemacht und dabei Stempel gesammelt hatte, durfte mit seiner Karte an einer Tombola an der Junior Uni teilnehmen und sich einen der vielen Preise aussuchen. Stärkung für die Forscher gab es an zahlreichen Ständen rund um die Junior Uni.

In den Schwebebahnen — zumindest in den neuen blauen — sagten die jungen Forscher die Haltestellen und die jeweils dort wartenden Angebote selbst an. Am zentralen Treffpunkt Loher Brücke stellten die WSW die Ausbildungsberufe der Stadtwerke vor.

Dort bauten sich die Kinder aus Modellbaumaterial Propeller, beschwerten sie in der Mitte mit zwei Büroklammern - ganz wie ein Bild-Anleitung es zeigte. Aber erst einmal sollten sie selbst überlegen, was zu tun ist. „Wenn die Kinder dann fertig sind und ihren Propeller fliegen lassen, dann macht der zum Erstaunen der Kids noch einen Looping. Das sieht lustig aus“, erzählt Angelina Preiß, Assistentin an der Junior Uni.

An der Station „Adlerbrücke“ waren Brückenbauer gefragt: Sie mussten Hölzer verschiedener Längen so ineinander stecken, dass daraus ein Brückenbogen entsteht. „Die Kinder machen es super, aber wir nicht so ganz“, sagte ein lachender Christian Kuhne, der mit seinem Sohn Jakob zusammenarbeitete. Tatkräftige Hilfe leistete ihnen Dieter Ebbers, der mit seiner Enkelin Ida (4) unterwegs ist. Endlich stand die Brücke und Dozent Timo Schädt drückte einen Stempel in die Karte. „Ich fand‘s gut. War nicht so schwierig“, fasste es Jakob cool zusammen.

Ein Stückchen weiter suchten der siebenjährige Jano und seine Mutter Hilfe. Sie wollten eine Brücke bauen, aber wenn sie sich zur Anleitung umdrehten, schnappte sich ein anderer kleiner Forscher die Hölzer. Der Dozent wusste Rat, baute „alte“ Brücken auseinander und Jano konnte endlich loslegen. Klar, dass auch er danach einen Stempel bekam.

„Das ist richtig süß zu sehen, wenn die Kinder so begeistert bei der Sache sind“, sagte ein Passant und sah auf dem Weg zur Schwebebahn beim Brückenbauen zu.

An der Station „Alter Markt“ hatte die Energieagentur NRW ein Brennstoffzellenauto geparkt, während Dozent Thorsten Balgar an einem Holztisch umringt von Kindern und Erwachsenen saß und mit Hilfe eines Modells erklärte, wie Brennstoffzellen arbeiten.

„Mehr als 200 Rätselhefte hatten wir ausgelegt. Nach einer Stunde waren sie schon weg“, freute sich Kathrin Sauerwein über das große Interesse der jungen Forscher.

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