Schwebebahn bleibt außer Betrieb - Untersuchungen gehen weiter

Schwebebahn bleibt außer Betrieb - Untersuchungen gehen weiter

Wuppertal. Seit dem Absturz einer Stromschiene vom Gerüst der Schwebebahn am 17. Oktober müssen täglich an die 80.000 Schwebebahn-Nutzer auf die ungeliebten Busse des Ersatzverkehrs umsteigen.

Das wird auch in der kommenden Woche so sein. Nach einem mehrstündigen Treffen gab es am Freitagabend die Entscheidung: Die Schwebebahn darf bis auf weiteres nicht fahren.

Die Technische Aufsichtbehörde (TAB) — sie gehört zur Bezirksregierung Düsseldorf — und die Staatsanwaltschaft sehen weiteren Klärungsbedarf. Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) als Betreiber der Schwebebahn müssen weitere Berechnungen zum Wuppertaler Wahrzeichen liefern. Dann wird von der TAB neu entschieden.

Nach den Untersuchungen der Gutachter ist der Stromabnehmer eine mögliche Schwachstelle der Schwebebahn. Der verunglückte Zug soll in einer Linkskurve an der Kluse von der Stromschiene gerutscht sein und mit dem verbliebenen Schwung dann die weiteren Aufhängungen der Stromschiene zerstört haben. Um das zu verhindern, sei eigentlich eine Sollbruchstelle am Stromabnehmer vorgesehen, erklärten die Stadtwerke am Freitagabend. Doch auch dieses Bauteil habe versagt, der Stromabnehmer riss nicht, wie erwartet, ab. Die ersten Ergebnisse sollen nun durch weitere Untersuchungen bestätigt werden. Das dürfte sich noch Wochen hinziehen. spa/esk

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