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Schwarzfahren wird jetzt auch in Wuppertal teurer

Schwarzfahren wird jetzt auch in Wuppertal teurer

WSW und VRR erhöhen den Satz auf 60 Euro. Die Stadtwerke verlieren durch Schwarzfahren 2,5 Millionen Euro.

Wuppertal. Bereits im Juli machten die meisten Verkehrsverbünde Ernst und erhöhten die Geldbuße für Schwarzfahrer von 40 auf 60 Euro. Ab 1. August müssen nun auch Schwarzfahrer in Wuppertal und Umgebung tiefer in die Tasche greifen. Egal ob in den Zügen des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) oder in den Bussen und Schwebebahnen der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) — der erhöhte Satz ist dann überall fällig, wenn ein Fahrgast kein Ticket angetroffen hat.

Wie stark die erhöhte Geldbuße abschreckt, wird sich frühestens beim Rückblick der Statistiker auf 2015 zeigen. Wer aktuell etwas zum Thema „Schwarzfahren in Wuppertal“ erfahren will, dem erklären die WSW die Statistik für die vergangenen Jahre.

Wer ist in Wuppertal Schwarzfahrern auf der Spur? „Das sind täglich zwölf Kollegen, die in Bussen und in der Schwebebahn kontrollieren“, erklärt WSW-Pressesprecher Holger Stephan.

Durch diese stichprobenartigen Kontrollen wurden 2014 von insgesamt 87,6 Millionen Fahrgästen gut eine Million überprüft. Weniger als ein Prozent davon — 7720 Personen — konnten kein gültiges Ticket vorzeigen. Die Geldbußen, die die Schwarzfahrer zahlen mussten, addieren sich zu 240 360 Euro.

Diese Summe ist allerdings nur ein Bruchteil der Einnahmen, die den WSW durch Schwarzfahren verloren gingen. Eine Schätzung geht von zwei bis 2,5 Millionen Euro im Jahr aus.

Doch die Zahl der Schwarzfahrer nimmt ab. 2013 wurden 8141 Schwarzfahrer erwischt — im vergangenen Jahr waren es 400 weniger. Das liegt für Holger Stephan nicht nur an den täglichen Kontrollen.

„Seitdem wir in den Bussen den Einstieg vorne haben, ist es schon besser geworden.“ Natürlich gebe es immer noch Leute, die sich hinten hineinschmuggelten oder am Fahrer vorbei drängelten. Insgesamt aber sei die Maßnahme ein Erfolg.

Anderswo ist Schwarzfahren übrigens zum Teil erheblich teurer als in Deutschland. In Griechenland wird das 60-Fache des normalen Fahrpreises fällig — in der Athener Metro 72 statt 1,20 Euro. In Großbritannien zahlen Mehrfachtäter bis zu 1000 Pfund (720 Euro).