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Schulsozialarbeit ist bis Ende 2020 gesichert

Schulsozialarbeit ist bis Ende 2020 gesichert

Dezernent Stefan Kühn wünscht sich für die Zukunft jedoch eine dauerhafte Lösung.

Sollte bis nichts mehr dazwischen kommen, wird der Stadtrat beschließen, die Schulsozialarbeit an Schulen bis zum 31. Dezember 2020 zu verlängern. „Dass das passiert, daran habe ich nicht den geringsten Zweifel“, sagte Schuldezernent Dr. Stefan Kühn am Montag im Rathaus. Die entsprechende Beschlussvorlage liegt bereits seit dem 8. Juni vor.

Ursprünglich wäre die Befristung bereits Ende des Jahres abgelaufen. Die Bezirksregierung teilte jedoch in diesem Monat bereits mit, dass die Schulsozialarbeit zu unveränderten Förderbedingungen für weitere zwei Jahre verlängert wird. „Das sind erfreuliche Nachrichten“, sagte Kühn.

Wie schon in den vergangenen drei Jahren stehen für 2019 und 2020 je 2 343 340 Euro für die insgesamt 42 Sozialarbeiter an den Wuppertaler Schulen zur Verfügung. Während die Stadt einen Eigenanteil von 20 Prozent (468 688 Euro) erbringen muss, werden die restlichen 80 Prozent durch einen Landeszuschuss finanziert.

Durch diese Maßnahme haben nicht nur die Träger und Schulen Planungssicherheit, sondern auch die mit der Sozialarbeit Betrauten müssen sich nicht mehr ab Oktober 2018 arbeitssuchend melden. Ein Umstand, der auch Kühn positiv stimmte, denn „die Schulsozialarbeit ist innerhalb kürzester Zeit zu einem unverzichtbaren Bestandteil des schulischen Alltags geworden“, so der Dezernent

Nichtsdestotrotz legte Kühn auch den Finger in die Wunde. „Die 42 Stellen sind zwar schön, aber sie reichen nicht aus, um die Schulsozialarbeit an allen Wuppertaler Schulen anzubieten“, monierte er.

Auch die Tatsache, dass es erneut eine Befristung gebe, habe man sich anders vorgestellt. „Wir freuen uns zwar über die Befristung bis Ende 2020, allerdings sagen wir jeder Landesregierung in jeder Legislaturperiode und farblicher Zusammenstellung, dass wir für die Schulsozialarbeit eine dauerhafte Lösung brauchen.“

Den Grund dafür veranschaulichte er an der kommenden Situation. „Bis Ende 2020 ist nach jetzigem Stand ein fester Betrag zugesichert. Das heißt aber auch, dass jedes Jahr ein Stückchen weniger vorhanden ist, wenn es zum Beispiel hohe Tarifabschlüsse gäbe“, erklärte Kühn. Dadurch müssten entweder mehr als die 20 Prozent investiert werden, um die Stellen zu erhalten, oder eben Stellen abgebaut werden.

So weit will es Kühn aber erst gar nicht kommen lassen: „Eine weitere Forderung an das Land ist eine Dynamisierung dieser Zuschüsse, damit wir wenigstens diese 42 Stellen halten können.“