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Schulsanierungen: Nur ein Totalausfall

Schulsanierungen: Nur ein Totalausfall

Die Arbeiten in den Sommerferien liegen laut Gebäudemanagement im Zeitplan, auch wenn die meisten Maßnahmen noch laufen.

Wuppertal. 13 Millionen Euro wollte das Gebäudemanagement Wuppertal (GMW) in den Sommerferien an den Schulen der Stadt verbauen. Jetzt zum Ende der Ferien steht fest: Das Vorhaben ist weitestgehend gelungen. „Wir haben alles geschafft, was wir uns vorgenommen haben“, sagt Kathrin Wesner, die derzeit beim GMW die Maßnahmen betreut.

So liegt mittlerweile etwa der Parkettboden in der Aula der Gesamtschule Uellendahl-Katernberg, Für rund 36 Millionen Euro entsteht am Standort die sechste Gesamtschule, wofür die Grundschule Kruppstraße bereits erfolgreich abgerissen wurde. Der Neubau steht noch an.

An kaum einem der großen Schulbaustellen lassen die Handwerker mit dem Schulstart die Werkzeuge fallen. „Es ist noch vieles im Fluss“, sagt Kathrin Wesner. Das wird bei einem Blick aufs große Ganze deutlich. In diesem Jahr will das GMW 65 Millionen Euro in 28 Schulstandorte stecken. Möglich machen das Förderprogramm wie „Gute Schule 2020“ vom Land und das Kommunalinvestitionsfördergesetz des Bundes.

Eine Baustelle ist etwa noch das Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium, das für 20 Millionen Euro umgekrempelt wird. In den Sommerferien gab es neue Fenster, die Gesamtmaßnahme umfasst noch unter anderem Brandschutzmaßnahmen, eine energetische Fassaden- und Dachsanierung sowie eine Neugestaltung des Außengeländes. Gewerkelt wird hier mindestens bis Oktober 2018, so dass der Unterricht in die ehemalige Justizvollzugsschule auf der Hardt verlagert werden musste.

Am Gymnasium am Kothen kümmert sich die Stadt für 17,2 Millionen Euro um den Brandschutz. Nach den Sommerferien startet der Unterricht im Berufskolleg am Kothen und teils in Containern.

Das war auch der Plan bei der Sanierung der Grundschule Peterstraße für 13 Millionen Euro. Doch Gesamtsanierung und Erweiterung des Schulgebäudes verschieben sich voraussichtlich bis in die erste Januarwoche, weil die beauftragte Firma nicht rechtzeitig geliefert hat. „Das ist sehr ärgerlich, weil wir bereits komplett alles für den Umzug vorbereitet und gepackt hatten“, sagt Wesner. Das beauftragte Umzugsunternehmen sei noch immer damit beschäftigt, den Normalzustand für den ersten Schultag in der kommenden Woche wieder herzustellen. Die entstandenen Zusatzkosten will sich das Gebäudemanagement gegebenenfalls auf dem juristischen Wege von der Containerfirma zurückholen.

Nach Plan lief bislang alles bei der Sanierung Am Berufskolleg am Haspel, wo rund 18 Millionen Euro unter anderem in Energie-, Schadstoff- und Brandschutzsanierung gesteckt werden. Bis Sommer 2018 lernen die Schüler zum Teil in der ehemaligen Hauptschule Berghauser Straße.

GMW-Chef Hans-Uwe Flunkert war bei der WZ-Anfrage am Mittwoch noch nicht bereit, ein Fazit zu den Schulsanierungen in den Ferien zu ziehen — schließlich seien die Ferien noch nicht vorbei.