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Schüler-Rockfestival: 3500 Besucher feiern in der Uni-Halle

Schüler-Rockfestival: 3500 Besucher feiern in der Uni-Halle

Teilnehmer-Rekord bei der 27. Auflage von Wuppertals größter Party. Nächstes Jahr muss das Festival allerdings in einer anderen Halle steigen.

Wuppertal. Es ist laut. Es ist bunt. Es ist eine einzige große Party und das größte Live-Konzert in Wuppertal überhaupt. Die Rede ist vom 27. Schüler-Rockfestival, das am Samstag über die Bühne in der Uni-Halle an der Albert-Einstein-Straße ging — und als größtes Nachwuchs-Rockfestival in ganz Deutschland gilt. Mit insgesamt 30 Schüler- und Jugendbands aus Wuppertal und Umgebung sowie weiteren zehn professionellen Headlinern brachten so viele Teilnehmer wie noch die mit laut Veranstalter gut 3500 Personen gefüllte Halle zum Überschäumen.

„Die Leute tun alles, um hier dabei sein zu können“, sagt Kalle Waldinger vom Veranstalter Ronsdorfer Rockprojekt und erklärt: „Es gab im Vorfeld über 500 Bewerbungen. Und täglich kommen neue.“ So waren am Samstag etwa 300 Helfer um die Uhr im Einsatz, um das organisatorische Mammut-Projekt stemmen zu können. „Aber auch die Bands helfen mit. Wer auf die Bühne möchte, muss mit anpacken“, so der Initiator des mittlerweile legendären Musikevents.

Während im Inneren der Halle Gitarrenriffs und harte Drum-Beats die Party in vollen Gang bringen, freuen sich Mira & Band aus Wuppertal über einen gelungenen Auftritt vor jubelnden Zuhörermassen: „Es war einfach geil. Wir sind sehr zufrieden und auch das Publikum ist ordentlich mitgegangen“, schwärmt Bandmitglied Janus Hennicke (15). Dass der 15-jährige Schüler später hauptberuflich mit Musik arbeiten möchte, steht für ihn jetzt schon fest: „Auf jeden Fall. Und wenn ich nicht selbst auf der Bühne stehe, gehe ich in den Ton- und Technikbereich.“

Dann wird es plötzlich laut. Hinter der Bühne hat sich eine Menschentraube gebildet. In ihrer Mitte der Liedermacher Michael Schulte (22) — ehemaliger „Voice-of-Germany“-Teilnehmer und eines der Zugpferde des Abends. „Wichtig ist, dass die Bands Spaß haben und authentisch bleiben“, verrät er sein Rezept für den musikalischen Erfolg und betont: „Gerade für Nachwuchskünstler ist das Festival eine gute Möglichkeit, um sich vor größerem Publikum präsentieren zu können. Man wächst mit jedem Auftritt.“

Für den 22-Jährigen war das Festival der erste Besuch in Wuppertal. Seine jungen Zuhörer in der Uni-Halle erfreute er mit Titeln vom ersten Album „Wide Awake“. Kein Wunder, dass das Publikum vom rothaarigen Lockenkopf völlig hin und weg war. „Er ist nicht so abgehoben und interessiert sich für seine Fans — das finde ich toll“, sagt Sandra Bernhard (14).

So war das 27. Schüler-Rockfestival nach sechs Stunden geballter Musik vor allem eins: ein gelungener Abschied von der Uni-Halle. Denn die 28. Auflage wird wegen der Hallen-Sanierung an anderer Stelle in Wuppertal steigen. Nach jetziger Planung heißt es dann wohl im Barmer Haus der Jugend: Bühne frei fürs Schüler-Rockfestival 2014.