Erfolg: Schüler gewinnen bundesweiten Geschichtswettbewerb

Erfolg : Schüler gewinnen bundesweiten Geschichtswettbewerb

Alexandra Mejeritski und Emilie Berkel vom Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium waren erfolgreich.

60 Seiten umfasst der Beitrag  von Alexandra Mejeritski (13) und Emilie Berkel (14) für den Geschichtswettbewerb „So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch“. Die Schülerinnen des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums (WDG) hatten sich seit November 2018 mit der umstrittenen Bronzestatur „Pallas Athene“, die auf dem Schulhof steht, beschäftigt.  „Göttin der Weisheit oder Nazistatue“ lautet der Titel, der auf die aktuelle Debatte über die Statue von Arno Breker zielt. Es gibt Stimmen, die die Abschaffung der Statue fordern, da der Künstler einen nationalsozialistischen Hintergrund hat. Die „Pallas Athene“ stehe somit in einem starkem Widerspruch zum Schultitel „Schule gegen Rassismus, Schule mit Courage“. Die Schüler wollten mit ihrer Arbeit diese Kontroverse erneut anfachen und haben deshalb Interviews mit Experten geführt und die Schüler nach ihrer Meinung befragt.

„Wir haben uns – neben der Schule und Hobbys – ein bis zweimal die Woche getroffen. Auch in den Ferien.“ erklärt Emilie die Entstehung der Arbeit. Vor den Sommerferien hatten die beiden für ihr Engagement die  Belohnung bekommen. Im Haus der Geschichte in Bonn waren sie gemeinsam im Themenblock „Nachkriegszeit“ geehrt worden, danach folgte eine „total interessante“ Ausstellung zu Deutschland nach 1945, berichten die beiden.

Insgesamt wurden von  542 nordrheinwestfälischen Beiträgen 60 Landessieger in Bonn ausgezeichnet. Der Bundessieger wird derzeit von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier, Schirmherr des Wettbewerbs, ausgewählt und im November in Berlin geehrt. Die Zukunft der Statue ist noch unklar. Alexandra Mejeritski und Emilie Berkel finden aber, dass man Kunst und Künstler trennen sollte und aus der Vergangenheit lernen könne.

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