Schüler-Austausch mit China: Tuffi als Kulturexport

Schüler-Austausch mit China: Tuffi als Kulturexport

Schüler des Fuhlrott-Gymnasiums verbrachten vier lehrreiche Wochen in China.

Wuppertal. Ein Bild eines Fünfjährigen vom Elefanten Tuffi beim Sturz aus der Schwebebahn ist für Wuppertaler wohl nichts Außergewöhnliches. Gemalt wurde es jedoch — und das macht das Gemälde zu etwas Besonderem — in der Stadt Dali in der west-chinesischen Yunnan-Region. Die Geschichte dazu haben dem Kind vier Schüler des Carl-Fuhlrott Gymnasiums erzählt.

Ein Austausch im Rahmen des Weltklasse-Projektes führte Diren Senger (16), Lena Heiermann (15), Daniel Hermanns (17) und Anna Christina Wimmer (16) in seine Vorschule. Kurz nach Weihnachten brachen sie zu einer vierwöchigen Reise nach China auf, die sie vor allem in ihrer persönlichen Entwicklung weitergebracht habe. In den ersten zwei Wochen lebten die vier in Dali und unterrichteten Vorschulkinder in Englisch. Dabei war es ihnen wichtig, für einen kulturellen Austausch zu sorgen und möglichst viel, wie eben die Geschichte von Tuffi, zu vermitteln.

Auch in der Gastfamilie stand der interkulturelle Austausch im Vordergrund. Zu Silvester kochten die Schüler für die Familien typisch deutsche Gerichte: Pfannkuchen und Knödel. Gegessen wurde mit Stäbchen — gelebter Austausch. „Die Zeit mit dieser ersten Gastfamilie war toll,“ erinnert sich Diren. Man habe zusammen gespielt und sich mit Händen und Füßen irgendwie verständigt. Dabei seien alle offen, neugierig und interessiert auf die Deutschen zugegangen.

In den letzten zwei Wochen stand Feldarbeit auf dem Programm. In abgeschiedenen Dörfern pflanzten die Schüler gemeinsam mit chinesischen Studenten an den kargen Hängen der Himalaya-Berge Goji- und Walnuss-Bäume. „Auch da haben wir gegenseitig voneinander profitiert“, erzählt Daniel. „Die Chinesen wollten die Eimer den ganzen Berg hoch schleppen. Wir haben ihnen dann gezeigt, dass es mit einer Menschenkette viel einfacher ist.“ Auch hier waren die Schüler überrascht wie offen die Chinesen waren, und wir gut sie mit ihnen auch über kritische Themen, wie beispielsweise die Ein-Kind-Politik, sprechen konnten.

In den Dörfern lebten die vier in Gastfamilien und bekamen den Alltag auf dem Land hautnah mit. Hausschlachtungen und offene Kochstellen waren zu Beginn gewöhnungsbedürftig, Hochzeiten im westlichen Stil oder Weihnachtsbäume in den Geschäften skurril. Dennoch überwiegen bei allen die schönen Erinnerungen. Die vier sehen es nun als ihre Aufgabe, ein Stück chinesische Kultur nach Wuppertal zu bringen.